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18.12.2013

09:02 Uhr

Asiatische Finanzmärkte

Indiens Leitzins bleibt, Chinas Kredit-Nachfrage steigt

Bewegung auf den asiatischen Finanzmärkten: Indiens Notenbank lässt den Leitzins überraschend bei 7,75 Prozent und in China schießen die Interbanken-Zinsen in die Höhe. „Das Angebot ist knapp“, sagt ein Insider.

Finanz-Distrikt in Schanghai: „Das Angebot ist knapp.“ Reuters

Finanz-Distrikt in Schanghai: „Das Angebot ist knapp.“

Mumbai/ShanghaiIndiens Notenbank hat am Mittwoch überraschend den Leitzins nicht angetastet und in China schießen die Interbanken-Zinsen in die Höhe.

Die Rate der indischen Notenbank liegt weiterhin bei 7,75 Prozent. Zuletzt hatten die Währungshüter regelmäßig den Leitzins angehoben, um gegen die Inflation vorzugehen. Auch jetzt warnte die Notenbank vor der zu hohen Preissteigerung und betonte, jederzeit eingreifen zu können. Die Verbraucherpreise waren im November um mehr als elf Prozent gestiegen. Nach der Entscheidung gaben die Renditen auf zehnjährige Staatsanleihen nach, der NSE-Index legte mehr als ein Prozent zu und die indische Rupie gewann an Wert.

In China haben Spekulationen um einen bevorstehenden Abzug von Liquidität durch die Notenbank die Interbanken-Zinsen des Landes in die Höhe getrieben. Der Zins für einwöchige Kredite stieg auf durchschnittlich 6,11 Prozent von 4,78 Prozent am Vortag. „Das Angebot ist knapp“, sagte ein Disponent. Selbst für Kredite mit deutlich höheren Zinsen gebe es zahlreiche Interessenten. Es herrsche harter Wettbewerb.

Im Juni hatte die Furcht vor einer Kreditklemme die chinesischen Zinsen für Interbanken-Kredite auf bis zu 30 Prozent getrieben. Damals war die Börse Shanghai binnen weniger Tage um gut sechs Prozent eingebrochen. Am Mittwoch notierte der dortige Leitindex 0,1 Prozent im Minus.

Von

rtr

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