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06.09.2011

13:35 Uhr

Auslandsnachfrage

Industrieaufträge im Juli deutlich gesunken

Im Juli sind die Aufträge in der deutschen Industrie überraschend zurückgegangen. Im Monatsvergleich seien die Neuaufträge bereinigt um 2,8 Prozent abgerutscht. Grund sei die schwache Auslandsnachfrage.

Am Hamburger Hafen stapeln sich die Container, der Im- und Export läuft. Doch im Juli sank die Nachfrage aus die Ausland. Die Industrie bekam das zu spüren. dpa

Am Hamburger Hafen stapeln sich die Container, der Im- und Export läuft. Doch im Juli sank die Nachfrage aus die Ausland. Die Industrie bekam das zu spüren.

BerlinDie Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juli zum Vormonat wegen einer schwachen Auslandsnachfrage überraschend deutlich gesunken. Im Monatsvergleich seien die Neuaufträge bereinigt um 2,8 Prozent abgerutscht, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag nach vorläufigen Daten in Berlin mit. Im Vormonat waren die Aufträge noch um 1,8 Prozent zum Vormonat gestiegen. 

Anders als in den Vormonaten sei der Anteil an Großaufträgen am Ordervolumen im Juli nur durchschnittlich gewesen, teilte das Ministerium weiter mit. Der Rückgang sei „allein auf die schwache Auslandsnachfrage zurückzuführen“ - aus dem Ausland kamen 7,4 Prozent weniger Bestellungen. Zuvor hatte der Auftragseingang aus dem Ausland allerdings stark zugenommen. Die Inlandsnachfrage nahm den Angaben zufolge im Juli um 3,6 Prozent im Monatsvergleich zu. 

Im Jahresvergleich stieg das Auftragsvolumen im Juli arbeitstäglich bereinigt um 8,7 Prozent. Im Vormonat gab es einen Zuwachs von revidiert 9,4 (zunächst 9,5) Prozent. 

Der aktuelle Nachfragerückgang in der Industrie betraf den Angaben zufolge vor allem die Hersteller von Investitionsgütern (minus 7,0 Prozent). Bei den Firmen, die Vorleistungs- und Konsumgütern herstellen, seien die Bestellungen hingegen im Monatsvergleich um 2,9 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent gestiegen. 

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich (Juni/Juli gegenüber April/Mai) stiegen die Auftragseingänge saisonbereinigt laut Ministerium weiter um 1,1 Prozent. Die Inlandsbestellungen seien wegen zahlreicher Großaufträge im Vorzeitraum um 3,9 Prozent gesunken. Die Auslandsbestellungen hätten sich - gestützt durch umfangreiche Großaufträge im Juni - demgegenüber um 5,5 Prozent erhöht.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

06.09.2011, 12:43 Uhr

Schoen so. Dann koennen die menschen endlich mal wieder etwas mehr LEBEN als ihre zeit fuer die Raffkes aus der Industrie zu verschwenden.

Es muss doch JEDER begreifen koennen, dass dieser "Aufschwung" eine wirkliche Katastrofe fuer die arbeitende Bevoelkerung und die Arbeitslosen war.

Ich kann mich noch gut erinnern, bei meiner vorletzten Reise in die BRD im Maerz, wie sehr meine Bekannten unter dieser immensen Arbitsbelastung gestoehnt haben. Gnadenlos, ihre Bosse. Wer nicht spurte, wird schnell weggemobbt.
Ich bin mir sicher, viele Arbeitnehmer wuenschen sich eine gewise Konjunkturabkuehlung, um endlich wieder zeit fuer Mitmenschlichkeit, Kinder und Familie zu haben.
Ich verspreche Allen hier: Ein Einbruch der BRD bedeutet eine Steigerung der Lebensqualitaet fuer die allermeisten Deutschen, selbst wenn man etwas weniger Geld zur Verfuegung haette. DAS wiedrum wird durch drastisch fallende Verbraucherpreise dann eh kompensiert.

Betrachten wir also Meldungen wie die vorliegende als eine wunderbare, schoene Meldung und freuen uns.

Hanschen

06.09.2011, 13:36 Uhr

Warum sollte der geneigte deutsche Bürger auch noch ein großes Interesse an irgendeinem "Aufschwung" haben, es kommt ja ohnehin nichts davon bei ihm an. Im Gegenteil, wer hier und heute noch aufopferungsvoll seine volle Arbeitskraft einsetzt, schuftet für abgewirtschaftete Peripheriestaaten Europas mit.

@Toronto

06.09.2011, 14:27 Uhr

Kann der Moderator nicht bitte mal solche destruktiven und depressiven Kommentare unterbinden. DANKE !!!

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