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08.08.2013

10:02 Uhr

Außenhandel

Deutsche Exporte wachsen nur leicht

Die deutschen Exporte haben im Juni nur 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zugelegt. Ökonomen hatten mit einem Prozent Zuwachs gerechnet. Die schwache Nachfrage aus Übersee bremste den deutschen Außenhandel aus.

Container Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen. dpa

Container Terminal Altenwerder (CTA) im Hamburger Hafen.

BerlinDie deutschen Exporte sind im Juni wegen der schwachen Nachfrage aus Übersee nur leicht gestiegen. Sie legten um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Mai mit minus 2,0 Prozent den bislang stärksten Rückgang in diesem Jahr gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 92,8 Milliarden Euro ins Ausland und damit 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Während die Ausfuhren in die EU-Staaten mit 0,1 Prozent minimal wuchsen, fielen sie außerhalb dieser Region um 4,6 Prozent. Ein Grund dafür dürfte die Konjunkturabkühlung in großen Schwellenländern wie China sein.

Der Branchenverband BGA rechnet für dieses Jahr mit einem Exportwachstum von drei Prozent. Dazu muss die Nachfrage aber in den verbleibenden Monaten deutlich anziehen, denn in den ersten sechs Monaten fielen die Ausfuhren um 0,6 Prozent auf 547,4 Milliarden Euro.

Die Chancen für eine Belebung stehen nicht schlecht. Die Industrie zog zuletzt 4,2 Prozent mehr Bestellungen aus dem Ausland an Land. Auch aus China kommen positive Signale: Die Importe zogen im Juli mit 10,9 Prozent kräftig an - fünfmal so stark wie erwartet.

Die deutschen Importe sanken im Juni um 0,8 Prozent zum Vormonat, während Analysten einen Anstieg von 0,5 Prozent vorausgesagt hatten. Der Überschuss in der Handelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - fiel mit bereinigt 15,7 Milliarden Euro größer aus als erwartet.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.08.2013, 15:18 Uhr

Deutsche Exporte wachsen nur leicht, kein Wunder bei der hohen Arbeitslosigkeit in den Südländern. Auch die schwache Nachfrage aus Übersee bremst den deutschen Außenhandel aus.

Und der Binnenmarkt in Deutschland läuft auf dem Zahnfleisch. Viele Privatleute kaufen ihre Produkte auf Pump. Viele Privatinsolvenzen schweben schon über deren Köpfe. Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland 41,782 Mill. Erwerbstätige. Jeder 4. verdient unter 9,54 €. 41,783 Mill. : 4 = 10,445 Mill. Menschen mit weniger als 9,54 € Einkommen.

Hinzu kommen 2,914 Mill. Erwerbslose Menschen mit noch weniger Einkommen als 9,54 €.

Von 18,7 Mill. Rentner haben 9,35 Mill. (jeder 2.) weniger als 700,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 6,80 €.

Von 18,7 Mill. Rentner haben 6,23 Mill. (jeder 3.) weniger als 500,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 4,90 €.

Rechnen wir zusammen:

10,445 Mill. Menschen im Niedriglohnsektor unter 9,54 €.
02,914 Mill. Erwerbslose unter 9,54 €.
09,350 Mill. Rentner unter 6,80 €.
06,230 Mill. Rentner unter 4,90 €.

In Deutschland leben demnach 28,939 Millionen Menschen, die den Binnenmarkt in Deutschland kaum unterstützen können und sich in Armut befinden. Zählen wir die Kinder hinzu dürfte der Wert bei über 36 Mill. liegen. Rechnen wir die versteckte Arbeitslosenquote hinzu, geht der wert noch weiter nach oben. Allein die gewaltige Größe von 28,939 Mill. Menschen mit einem niedrigem Einkommen von weit unter 9,54 € zeigt wohin die Reise der deutschen Wirtschaft geht. Unternehmen werden reihenweise in die Insolvenz getrieben.

Die Wirtschaftskraft in den Südländer kann sich nicht erholen. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu beflügeln, müssen sofort nationale Währungen eingeführt werden. Der Hebel ist jetzt umzulegen, sonst fliegt uns das friedliche und soziale Europa um die Ohren.

Diesmal_ohne

10.08.2013, 12:41 Uhr

An Henry:
Wenn diese Rechnung oder Erklärung nun auch noch stimmt (Ich habe diese Statistik nicht selbst gefälscht) so ist sie präziser als fast Alles was ich in der Presse las!
Sie entspricht exakt meinem Bauchgefühl, und meinen Erfahrungen bei der Beobachtung des allgemeinen Umfeldes.
Ausgezeichnete Darstellung, Gratuliere

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