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23.01.2015

01:25 Uhr

Außenhandel

Deutsche Russland-Exporte deutlich gesunken

Laut Berechnungen des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft sind die Exporte hiesiger Unternehmen im vergangenen Jahr um sechs Milliarden Euro zurückgegangen. Davon profitierten Länder aus Asien und Lateinamerika.

Eckhard Cordes: Vor allem die Europäer sind es, „die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen“. dpa

Eckhard Cordes: Vor allem die Europäer sind es, „die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen“.

BerlinDer Vorsitzende des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, geht davon aus, dass die deutschen Exporte nach Russland im Jahr 2014 um 18 Prozent gesunken sind. Das seien umgerechnet mehr als sechs Milliarden Euro, sagte Cordes der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.

„Der Rückgang der Exporte hat sich zuletzt Monat für Monat beschleunigt, sodass wir für 2015 eine noch schlechtere Entwicklung befürchten müssen, sollte es nicht bald eine politische Lösung der Krise geben“, betonte Cordes. Er beklagte, dass es vor allem die Europäer seien, „die den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise zahlen“.

Deutschlands Handel mit Russland

Deutschland und Russland...

...sind wirtschaftlich eng verwoben. Daimler ist am russischen Lkw-Hersteller Kamaz beteiligt, die BASF-Tochter Wintershall arbeitet eng mit Gazprom zusammen, Siemens unterhält eine Partnerschaft mit der Russischen Staatsbahn RZD.

76,5 Milliarden Euro

2013 tauschten beide Länder Güter im Wert von rund 76,5 Milliarden Euro aus. Dabei überstiegen die Importe aus Russland die Exporte.

Erdöl und Erdgas...

...machten drei Viertel der Importe aus Russland aus, die sich insgesamt auf 40,4 Milliarden Euro beliefen.

Im Gegenzug...

...lieferte Deutschland dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro nach Russland.

Autos, Maschinen und Chemie

An der Spitze standen die Maschinenbauer (8,1 Milliarden Euro), die Autoindustrie (7,6 Milliarden Euro) und die Chemiebranche (3,2 Milliarden Euro).

Deutschland...

...liegt hinter China auf Rang zwei der Lieferländer Russlands.

Russland hingegen...

...ist der elftwichtigste Absatzmarkt für die deutsche Exportwirtschaft.

Demnach nimmt der Handel Russlands mit asiatischen und lateinamerikanischen Partnern zu. Selbst US-Exporte seien im vergangenen Jahr um ein Prozent gestiegen. Cordes sieht auch Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet: „Wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland rund 300.000 Arbeitsplätze allein von Exportgeschäften mit russischen Partnern abhängen, so könnte ein dauerhafter 20-prozentiger Rückgang im schlimmsten Fall zum Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen führen.“

Von

rtr

Kommentare (9)

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Herr Walter Gerhartz

23.01.2015, 10:21 Uhr



Ukraine: Militär-Ausgaben auf Rekord-Niveau

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-Quelle: DWN

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Der aktuelle Wehr-Etat der Ukraine beträgt 4,7 Milliarden Euro. Die Regierung will die Truppenstärke um 68.000 Mann erhöhen. Für die Finanzierung des Kriegs im Osten des Landes muss Kiew täglich 4,5 Millionen Euro aufbringen.

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Die Regierung in Kiew will die Truppenstärke des ukrainischen Militärs um 68.000 auf 250.000 Soldaten Mann erhöhen. Premier Arseni Jazenjuk sagte bei einer Kabinetts-Sitzung am Mittwoch, dass die Regierung einen entsprechenden Gesetzesentwurf im Parlament einbringen werde. Dieser Vorstoß sei „finanziell abgesichert“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Ukrinform. Der Wehretat betrage derzeit 4,7 Milliarden Euro. „Das ist ein Rekordstand“, so Jazenjuk.

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Kiew ersucht IWF um Hilfe: Ukraine kann Schulden nicht bedienen

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Die Ukraine hat ein Solvenz-Problem. Die ukrainische Regierung hat daher beim IWF langfristige und hohe Kredite angefordert. Zudem will Finanzministerin Natalie Jaresko mit den privaten Gläubigern über ein Schulden-Moratorium verhandeln.

Ich sage dazu:

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Die Agressionen gehen alleine von Poroschenko, Jazeniuk und der übrigen Kiew-Junta aus. Ohne die Unterstützung der USA, EU und NATO gäbe es in der Ukraine keinen Bürgerkrieg. Ich weigere mich als Steuerzahler für Kriege zu bezahlen.

Auch Merkel sollte irgendwann mal soweit kommen einzusehen, dass ihre sogenannte Politik in eine üble Sackgasse führt. Das Resultat dieser Vorgehensweise kann nur Krieg sein.

Herr Walter Gerhartz

23.01.2015, 10:26 Uhr

“””Eckhard Cordes sagte, dass die Europäer den wirtschaftlichen Preis für die politische Krise entrichten müssten.”””
Hatte Cordes den Sanktionen nicht jubelnd zugestimmt? Schweigt er nicht beharrlich über die verheerenden Folgen für den deutschen Mittelstand?
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Und wer sagt, dass die Wirtschaft, Sie und ich den Preis für die idiotische Russland-Politik der deutschen USA-Büttel zu zahlen haben?

Herr Walter Gerhartz

23.01.2015, 10:44 Uhr


DIE WELT schreibt:
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Merkel-Vorstoß
Freihandelszone zwischen EU und Eurasischer Union?
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Deutschland will Russland offenbar einen Ausweg aus der Isolation bieten. Berlin erwäge eine Kooperation bis hin zu einer Freihandelszone. Zuletzt war der Handel zwischen den Ländern eingebrochen.

Die Bundesregierung hat Russland als Angebot im festgefahrenen Ukraine-Konflikt eine Wirtschaftskooperation bis hin zur gemeinsamen Freihandelszone in Aussicht gestellt.
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Ich sage:
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Eine eurasiche Wirtschaftsunion ist doch das, was nach Ansicht des langährigen US-Regierungsberaters Zbigniew Brzezinski UNBEDINGT verhindert werden muss, um Amerikass Vormachtstellung in der Welt nicht zu gefährden !!!!

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Komisch, dass das jetzt aufs Tapet kommt. Und äusserst unwahrscheinlich, dass es realisiert wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/D...

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