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09.08.2011

11:47 Uhr

Außenhandel

Exporte laufen trotz Dämpfer weiter rund

Trotz Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten und Sorgen um eine Rezession sieht die DIHK deutsche Exporteure weiter gut aufgestellt. Der Verband rechnet 2011 mit einem Umsatz-Plus von rund elf Prozent.

Das Containerschiff MSC Flaminia wird am MSC Gate des Container Terminals Bremerhaven beladen. Quelle: dapd

Das Containerschiff MSC Flaminia wird am MSC Gate des Container Terminals Bremerhaven beladen.

BerlinTrotz wachsender Risiken können sich die deutschen Exporteure nach Ansicht des DIHK auf anhaltend gute Geschäfte einstellen. „Die überschäumenden Zahlen vom Jahresbeginn gehören zwar der Vergangenheit an“, sagte der Außenhandelsexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Ilja Nothnagel, am Dienstag im Reuters-Interview. „Es gibt aber keinen Grund, den Abgesang anzustimmen.“ Der Verband halte an seiner Prognose fest, dass die Außenhändler ihren Umsatz 2011 um rund elf Prozent steigern. „Damit knacken wir die Billionen-Marke“, sagte Nothnagel. 

Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten und Sorgen um eine Rezession vor allem in den USA hatten zuletzt Konjunkturpessimisten auf den Plan gerufen. Nothnagel sieht die deutschen Exporteure jedoch weiter gut aufgestellt - auch dank eines dicken Auftragspolsters. „Bei den Auslandsaufträgen geht es weiter nach oben. Das Ende der Fahnenstange ist hier noch nicht erreicht.“ Zudem sorgten die Schwellenländern trotz einer konjunkturellen Abkühlung immer noch für Impulse. 

Im Juni verkauften die Außenhändler Waren im Wert von 88,3 Milliarden Euro ins Ausland. Dies war 1,2 Prozent weniger als im Mai und 3,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Nothnagel betonte wie andere Volkswirte, dass ungewöhnlich viele Brückentage die Daten verzerrt hätten. „Der deutsche Export schwenkt beim Wachstum auf ein Normalmaß zurück.“ 

Importiert wurden insgesamt Waren im Wert von 75,6 Milliarden Euro nach Deutschland. Bereinigt um jahreszeitliche Schwankungen gab es hier nach Angaben des Statistischen Bundesamtes den höchsten Wert seit 1990. „Das zeigt, dass die deutsche Binnenwirtschaft weiter gut läuft“, betonte Nothnagel. Die Industrie benötigte unter anderem viele Vorprodukte.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.08.2011, 12:25 Uhr

Man kann dieses Geschwafel vom Export bald nicht mehr hören.
Das sind doch z. T Scheingeschäfte.
Da exportieren unser Firmen wie Weltmeister, aber ob die Rechnungen alle bezahlt werden, wird sich erst noch zeigen.
Hinzu kommt, dass die ganzen Exportüberschüsse, von denen ständig geredet wird, unsrem Land gar nicht zugute kommen, sondern seit Eurozeiten im Ausland verbleiben.
Diese ganze Branche muß aufpasen, dass sie trotz Produktion und Lieferung nicht bald auf Null sitzen und nur noch ihre unbezahlten Rechnungen addieren können
Aber wie das ja mittlerweile in unrem Land so ist, wird auch dafür dann der Steuerzahler aufkommen in Form von Subventionen

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