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08.03.2011

14:29 Uhr

Außenhandel

Frankreich bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner

Der wichtigste Abnehmer deutscher Produkte bleibt weiterhin Frankreich. Die meisten Importe kommen dagegen aus China, dass seine Position als Deutschlands wichtigster Lieferant im letzten Jahr deutlich ausbauen konnte.

Die unter chinesicher Flagge fahrende "CSCL Star" unterwegs auf der Elbe. Quelle: dapd

Die unter chinesicher Flagge fahrende "CSCL Star" unterwegs auf der Elbe.

Wiesbaden

China wird für die deutschen Außenhändler als Geschäftspartner immer wichtiger. Die Exporte ins Land der Mitte stiegen 2010 um rund 44 Prozent, die Importe aus Fernost kletterten um 35 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit ist die Volksrepublik drittwichtigster Handelspartner und hat die Niederlande als Nummer Zwei fast eingeholt. Die USA folgen auf Platz vier, unangefochtener Spitzenreiter bleibt Frankreich. "China ist unser dynamischster Handelspartner mit starken Wachstumsraten", sagte der Präsident des Exportverbandes BGA, Anton Börner, zu Reuters.

"Klar ist, dass die hohen Wachstumsraten von zuletzt 44 Prozent beim Exportgeschäft mittelfristig etwas geringer ausfallen werden." Wichtigstes Abnehmerland für Waren "Made in Germany" war 2010 - wie schon seit 1961 - Frankreich. "China wird sicher auf der Liste der wichtigsten Absatzmärkte von Platz 7 weiter nach oben rücken", betonte Börner. Ob und wann sie Spitzenreiter Frankreich ablösen, ist aber Zukunftsmusik." Die Aufholjagd der chinesischen Wirtschaft, die die japanische und deutsche schon überholt hat, zeigt sich im langjährigen Vergleich: Im Jahr 2000 lag China nur auf Platz elf der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Seitdem hat sich der Handel mit deutschen Firmen allerdings fast verfünffacht auf 130,2 Milliarden Euro. Das Volumen mit Frankreich legte in der gleichen Zeit nur um knapp 30 Prozent auf 152,4 Milliarden Euro zu, während der gesamte Handel um gut die Hälfte stieg.

Kommentare (1)

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Tangram

08.03.2011, 18:18 Uhr

Ich mache mir Sorgen um Afrika! Derzeit ist Frankreich noch stark in den afrikanischen Märkten. Das ist auch gut für Europa.
OK, in Nordafrika ist die Hölle los....Vergessen Sie Westafrika nicht: Wegen der Parteilichkeiten Europas in Westafrika, der ONUCI in Elfenbeinküste, ist die Bevölkerung immer mehr "Anti-Europäisch", sie suchen nun den Kontakt nach China.
Statt Afrika an Europa zu binden wird nun Öl ins Feuer geschüttet!
(Nur Deutschland hat noch einen guten Ruf, aber wir werden mehr mit Europa subsumiert)

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