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30.10.2012

12:15 Uhr

BA beschwichtigt

Mehr Arbeitslose in Deutschland als vor einem Jahr

Nach dem langen Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt ist die Arbeitslosenrate im Oktober erstmals gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Herbstbelebung fiel schwächer aus als sonst. Dafür gab es vor allem einen Grund.

Die Bundesagentur für Arbeit in Dresden. dpa

Die Bundesagentur für Arbeit in Dresden.

NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober leicht gesunken, im Vergleich zum Vorjahr aber erstmals seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren 2,753 Millionen Arbeitslose registriert. Das waren 35.000 weniger als im September, aber 16.000 mehr als im Oktober vorigen Jahres.

Die übliche Herbstbelebung fiel damit deutlich gedämpft aus. "Die schwächere konjunkturelle Entwicklung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg. Anlass zur Sorge sieht er nicht. "Die Entwicklung erschreckt nicht", sagte Weise. Die Beschäftigung sei hoch und die Arbeitslosigkeit niedrig. Die BA bleibe bei der Einschätzung: "Seitwärtsbewegung, keine Trendwende." Erst im Januar werde es winterbedingt wieder über drei Millionen Arbeitslose geben.

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Einen Anstieg im Jahresvergleich hatte es zuletzt im Februar 2010 gegeben. Die Zunahme hatte sich bereits angedeutet, weil die Abstände zum Vorjahr von Monat zu Monat kleiner geworden waren. Ein Grund für die schwächere Entwicklung ist auch, dass weniger Arbeitslose durch Förderprogramme aus der Statistik fallen. Weise verwies darauf, dass es allein schon ohne die Rückgänge beim Gründungszuschuss den Anstieg im Jahresvergleich nicht gegeben hätte.

Dieser Vergleich sei aber "nicht zulässig", weil es gute Gründe gebe, dass die BA an dieser Stelle weniger aktive Arbeitsmarktpolitik betreibe. Weise erwähnte dabei nicht, dass die Kürzungen der BA von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verordnet worden waren, um Geld zu sparen.

Ein besseres Bild von der Lage auf dem Arbeitsmarkt zeichnet daher die Unterbeschäftigung. Dabei werden auch Arbeitslose berücksichtigt, die nur allein aufgrund von Krankheit oder Teilnahme an Förderprogrammen aus der Statistik fallen. Diese Zahl sank im Oktober auf 3,717 Millionen und lag damit noch um 164.000 niedriger als ein Jahr zuvor.

Kommentare (13)

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30.10.2012, 10:43 Uhr

Diese Statistik ist genauso verlogen, wie die Angabe der Inflatiosrate.
In Realität beziehen weit über 5 Millionen Hartz-Bezüge.
Dies entspricht einer Arbeitslosenrate von 11%.
Daran kann man erkennen, wie schlecht wir regiert werden.

BankBank

30.10.2012, 10:55 Uhr

Ja ist klar, Sie gründen jetzt ein Unternehmen und beginnen, diese Hartz IV - Bezieher zu beschäftigen. Oder ist die Politik schuld daran dass Sie das nicht machen?

Account gelöscht!

30.10.2012, 11:00 Uhr

2,753 Millionen Arbeitslose zum Vergleich ,
Schröder hatte am ende seiner Amtszeit 5,2 Mio arbeitslose zu verantworten , damals gab es weder eine Griechenland , noch eine Wirtschafts und Finanzkrise .
Schröder führte die Zeitarbeit ein und tätigte gewaltige Rüstungsgeschäfte um die Arbeitslosenzahlen sicher nicht allzu hoch werden lassen !!!
H4,Agenda 2010 und den größten Sozialabbau in der Geschichte der BRD hat ebenfalls Schröder und der Grüne Koalitionspartner zu verantworten .

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