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06.08.2015

15:01 Uhr

Bank of England

Leitzins in Großbritannien bleibt niedrig

Auch wenn die Briten für Sonderwege bekannt sind, halten es die Notenbanker des Landes im Kampf gegen niedrige Inflation wie ihre Kollegen aus Amerika und Europa: Der Leitzins bleibt auf historisch niedrigem Niveau.

Nur einer der neun britischen Notenbankern sprach sich für eine Erhöhung des Leitzinses aus. dpa

Beschluss fast einstimmig

Nur einer der neun britischen Notenbankern sprach sich für eine Erhöhung des Leitzinses aus.

LondonIn Großbritannien verharrt der Leitzins weiter auf historisch niedrigem Niveau. Die Bank of England (BoE) entschied, den Schlüsselsatz bei 0,5 Prozent zu belassen. Auch das Anleihen-Kaufprogramm im Volumen von 375 Milliarden Pfund blieb unverändert. Wie aus den am Donnerstag erstmals zeitnah nach dem Zinsbeschluss veröffentlichten Sitzungsprotokollen hervorgeht, stimmte nur einer der neun Notenbanker für eine Zinserhöhung.

Die Konjunktur brummt, doch die niedrige Inflationsrate bereitet den Währungshütern Sorge. Zuletzt stagnierten die Preise auf der Insel erstmals seit den 1960er Jahren. Damit ist das Inflationsziel der BoE von 2,0 Prozent noch weit weg. Notenbankchef Mark Carney hatte dennoch jüngst signalisiert, dass eine Zinserhöhung näher rückt. Eine Entscheidung darüber dürfte seiner Ansicht nach gegen Jahresende „konkretere Züge“ annehmen. Viele Experten gehen dennoch davon aus, dass es frühestens Anfang 2016 soweit sein wird.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Von

rtr

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