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07.02.2012

18:22 Uhr

Barclays-Indikator

Ökonomen korrigieren Wachstumsprognose

VonDorit Marschall

ExklusivIm laufenden ersten Vierteljahr 2012 wird sich die deutsche Konjunktur aber erholen: Der Handelsblatt-Barclays-Indikator sagt einen BIP-Zuwachs von 0,1 Prozent vorher.

Ökonomen von Barclays Capital korrigieren ihre Wachstumsprognose nach unten. dpa

Ökonomen von Barclays Capital korrigieren ihre Wachstumsprognose nach unten.

FrankfurtDie deutsche Wirtschaft hat ein weitaus schwächeres Jahresende 2011 hinter sich als bislang angenommen. Das zeigt der Handelsblatt-Barclays-Indikator (Handelsblatt Mittwochsausgabe). Das Barometer, das die Bank exklusiv für das Handelsblatt berechnet hat, sagt einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,4 Prozent im vierten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorquartal voraus. Bislang hatte das Barometer ein Minus von 0,2 Prozent angezeigt – und damit dicht an einer ersten Schätzung der Bundesstatistiker gelegen (minus 0,25 Prozent).

Ausschlaggebend dafür, dass die Ökonomen von Barclays Capital nun ihre Wachstumsprognose nach unten korrigiert haben, ist der Einbruch des produzierenden Gewerbes im Dezember. Die Produktion stellte 2,9 Prozent weniger her als einen Monat zuvor, meldete das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag.

Im laufenden ersten Vierteljahr 2012 wird sich die deutsche Konjunktur aber erholen: Der Handelsblatt-Barclays-Indikator sagt einen BIP-Zuwachs von 0,1 Prozent vorher. Die zu Jahresbeginn noch sehr verhaltene Erholung werde sich im Jahresverlauf dann verstärkt fortsetzen, erwartet Ökonom Thomas Harjes, der den Indikator berechnet.
„Dies ist hauptsächlich einer anziehenden globalen Konjunktur zu verdanken, die sich auf eine stärkere US-Konjunktur stützt“, sagt Harjes dem Handelsblatt. Die schwache Auftragslage für Investitionsgüter in anderen Euro-Staaten werde aber wahrscheinlich zunächst anhalten.

Kommentare (1)

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denk.mal

07.02.2012, 19:13 Uhr

Klar, stärkere US-Konjunktur.

Welche Zahlen werden dafür herangezogen? Etwa die Arbeitslosenquote?

Vielleicht sollten die Experten lieber darauf schauen, wie viele Menschen in den USA ein wie hohes Einkommen haben, anstatt eine Arbeitslosenquote heranzuziehen, die auf einer Zahl Arbeitswilliger beruht, die trotz Bevölkerungswachstums so niedrig ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Zu schade auch, dass die Zahlen der Staaten weltweit in Unordnung sind: Die Ende 2011 ermittelten Exporte liegen weit über den ermittelten Importen. Oder schießen wir jetzt Mittelklassefahrzeuge auf den Mars?

Man sollte die USA mal dazu auffordern, ihre albernen Schönwetterschätzungen durch die harten Daten, die sie haben (monatliche Einkommensteuer) zu ersetzen. Aber dann würde ja eine ganze Armee von öffentlich Bediensteten, die Monat für Monat angeblich repräsentative Befragungen durchführen, arbeitslos. Und das will natürlich niemand.

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