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26.05.2015

21:35 Uhr

Bei Zinserhöhung

Fed will globale Auswirkungen berücksichtigen

Weil starke Verbindungen zwischen den Volkswirtschaften bestehen, will die US-Notenbank Fed die globalen Auswirkungen der bevorstehenden Zinswende berücksichtigen. Auch mit anderen Folgen rechnen die Geldpolitiker.

Laut dem Vize-Präsidenten der Fed, Stanley Fischer, sollen bei der anstehenden geldpolitischen Entscheidung die globalen Auswirkungen berücksichtigt werden. Reuters, Sascha Rheker

Stanley Fischer

Laut dem Vize-Präsidenten der Fed, Stanley Fischer, sollen bei der anstehenden geldpolitischen Entscheidung die globalen Auswirkungen berücksichtigt werden.

Tel AvivDie US-Notenbank (Fed) wird nach Angaben ihres Vize-Präsidenten Stanley Fischer bei der bevorstehenden Zinswende die globalen Auswirkungen berücksichtigen. Es gebe starke Verbindungen zwischen den Volkswirtschaften, weswegen diese bei den anstehenden geldpolitischen Entscheidungen in Betracht gezogen würden, sagte Fischer am Dienstag in Israel.

Außerdem werde mit einer Phase stärkerer Schwankungen an den Kapitalmärkten gerechnet. Die Normalisierung der Geldpolitik solle aber für die Volkswirtschaften in Schwellenländern kein übermäßiges Problem darstellen. Zuletzt hatten Investoren dort immer wieder größere Summen abgezogen, weil mit steigenden Zinsen Anlagen in den USA wieder attraktiver werden.

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Fed-Chefin Janet Yellen hatte vergangene Woche signalisiert, die US-Notenbank sei auf Kurs zu einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr. Es wäre die erste Anhebung seit fast einem Jahrzehnt. Wegen der globalen Finanzkrise 2008 hat die Fed die Zinsen auf nahe null Prozent gesenkt und seitdem nicht daran gerüttelt, obwohl die Konjunktur seit längerem schon wieder besser läuft.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

27.05.2015, 08:05 Uhr

"Fed will globale Auswirkungen berücksichtigen"

Was meint denn Stanley Fischer, wie hoch der Zentralbankzins steigen sollte? Würde der Fed Zins bis Mai 2019 auf 4 Prozent steigen, läge der Nominalzins bei 6 Prozent. Bis 2019 würde die Staatsverschuldung über 20.000 Milliarden Dollar steigen. Bei 6 Prozent Nominalzins wären das dann 1.200 Milliarden Dollar jährliche Zinszahlung der Regierung. Das glaubt doch der Vizepräsident der Fed selber nicht. Außerdem hieße das, der Zins würde jedes Quartal um 0,25 Prozent erhöht. Wie will er denn dann die globalen Auswirkungen berücksichtigen? Der Vizechef ist nicht glaubwürdig. Damit die globalen Auswirkungen überhaupt ermessen werden können, müssen die jeweiligen Zinserhöhungen um 0,25 Prozent über 2 Quartale beobachtet werden. In vier Jahren sind das also maximal 2 Prozent. Das sagt Stanley Fischer aber nicht.

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