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20.07.2013

16:52 Uhr

Belebung im Frühjahr

Bundesbankchef Weidmann sieht Wirtschaft im Aufwind

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich zuversichtlich zur Konjunkturentwicklung geäußert. Er rechnet mit einem „kräftigen Plus“ im zweiten Quartal. In Sachen Geldpolitik soll es aber vorerst keine Änderungen geben.

Bundesbankchef Weidmann: Was macht die Fed? Reuters

Bundesbankchef Weidmann: Was macht die Fed?

MoskauDie deutsche Wirtschaft ist nach den Worten von Bundesbankpräsident Jens Weidmann wieder im Aufwind. Sie werde nach einem schwachen Winterhalbjahr „ein kräftiges Plus im Frühjahr verzeichnet haben“, sagte Weidmann am Samstag nach dem Ende der G20-Konferenz in Moskau. Im laufenden Quartal werde das dann schon wieder etwas moderater ausfallen.

Die Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum habe sich zuletzt stabilisiert, ergänzte der Bundesbankpräsident. Er erwarte „eine graduelle weitere Verbesserung im Jahresverlauf“.

Weidmann signalisierte, dass ein Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik in den wichtigen Wirtschaftsräumen noch nicht ansteht. „Andeutungen der Fed, ihren expansiven geldpolitischen Kurs in absehbarer Zukunft möglicherweise etwas zurückzunehmen“, hätten auch die Kapitalmarktzinsen in Europa höhergetrieben. „Das war nicht die Ankündigung zu bremsen, sondern die Ankündigung, den Fuß etwas vom Gaspedal zu nehmen“, interpretierte Weidmann. Klar sei, dass der Ausstieg aus dieser Geldpolitik mit internationalen Übertragungseffekten verbunden sein werde.

„Die Notenbanker haben deutlich gemacht .... dass der richtige Moment für den Ausstieg zu unterschiedlichen Zeitpunkten kommen kann“, sagte er mit Blick auf das Handeln von EZB, Fed und anderen wichtigen Notenbanken in den Industrieländern. „Außer Frage steht aber auch, dass geldpolitische Kurswechsel Auswirkungen haben können“, mahnte er. Andere Volkswirtschaften könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. „Diese negativen Auswirkungen nehmen zu, je länger die Niedrigzinsphase andauert.“ Sie dürften aber keinen Grund darstellen, „den Ausstieg herauszuzögern, wenn er denn geldpolitisch geboten ist“. „Für den Euroraum ist dieser Zeitpunkt für den Ausstieg noch nicht gekommen“, sagte er.

Von

rtr

Kommentare (19)

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Manfred

20.07.2013, 17:23 Uhr

Wirtschaft im Aufschwung, auch Banken im Aufschwung Herr Weidmann wie Ihr Lächeln zeigt.
Was ist mit dem Bürger? Den Arbeitslosen? Unsere Zukunft? Lachen sie dann nochimmer Herr Weidmann?

kraehendienst

20.07.2013, 17:42 Uhr

Dorthin hat Herr Weidmann keinen Kontakt, keinen berührenden Fussbodenkontakt in vielerlei Hinsicht. Erinnern wir uns, dass er vor etwa zwei Jahren das "Handtuch werfen" wollte und ihn nur ein Mutti-Anruf aus Berlin zurückhielt. Er arbeitet sich so langsam in die europäische Bernancke-Rolle ein: einmal tief pessimistisch, dann wieder stark optimistisch für...which time-segment ever.

Account gelöscht!

20.07.2013, 17:54 Uhr

Es muß schon schlimm aussehen, wenn sie schon den Bundesbank-Präsidenten vorschicken, um auf Optimismus zu machen.
Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut, vor allem für eine Zentralbank und ganz besonder für die Bundesbank, deren Ruf noch intakt ist.
Das sollte man nicht leichtfertig opfern!

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