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04.01.2007

13:09 Uhr

Bericht zur Euro-Zone

OECD lobt Deutschland und rügt die EZB

Musterknabe Deutschland: Die OECD hat die große Koalition für ihre ehrgeizige Sanierung des Haushalts gelobt. An anderen Ländern übte die Organisation in ihrem neuen Wirtschaftsbericht deutliche Kritik. Auch die EZB handelte sich eine Rüge ein.

Deutschland als EU-weites Vorbild: 'Mit Ehrgeiz an Senkung des Defizits gemacht.' Foto: dpa Quelle: dpa

Deutschland als EU-weites Vorbild: 'Mit Ehrgeiz an Senkung des Defizits gemacht.' Foto: dpa

HB PARIS. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für 2007/2008 mit einer Belebung der Konjunktur in der Euro-Zone. In den beiden kommenden Jahren sei in den dreizehn Mitgliedsländern der Währungsunion dann mit einem Wachstum von 2,25 Prozent zu rechnen, hieß es in der neuen OECD-Übersicht zur Euro-Zone.

Erstmals seit 2001 dürfte die Arbeitslosenquote unter acht Prozent liegen. Auch die Inflationsrate, die in den vergangenen Jahren einen Höchststand von 2,5 Prozent erreicht hatte, sei rückläufig. Die OECD verbindet den eher positiven Ausblick jedoch mit einer Reihe von Warnungen und Ratschlägen für die kommenden Jahre.

„Jetzt, wo der Aufschwung im Gang ist, muss vor allem auf strukturelle Probleme geachtet werden. Die weniger flexiblen Wirtschaften könnten auf Schwierigkeiten stoßen. Strukturelle Starre hat die Tendenz, das Wachstum zu bremsen und das Reaktionsvermögen bei Krisen zu verringern“, warnte die OECD.

Die OECD verwies darauf, dass Eurozone-Länder mit weniger flexiblen Volkswirtschaften in den ersten Jahren der Währungsunion vergleichsweise Mühe gehabt hätten, vollen Nutzen aus der Teilnahme an der einheitlichen Währung zu ziehen. Strukturelle Rigiditäten hätten die Inflation in diesen Ländern relativ hoch gehalten und das Wachstum begrenzt. Die auf den gesamten Währungsraum zielende Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sei für diese Länder tendenziell zu restriktiv gewesen, für andere aber zu locker.

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