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04.10.2011

16:47 Uhr

Bernanke-Rede

US-Notenbankchef will Konjunktur im Notfall anschieben

Im Notfall steht die US-Notenbank Fed bereit, um die Konjunktur in den USA zu stützen. Das erklärte Fed-Präsident Ben Bernanke in einer Rede vor dem Kongress. Trotzdem wurden die Hoffnungen von Anlegern enttäuscht.

US-Notenbank-Präsident Ben Bernanke Reuters

US-Notenbank-Präsident Ben Bernanke

WashingtonDie US-Notenbank Fed steht nach den Worten ihres Präsidenten Ben Bernanke bereit, bei Bedarf die schleppende Erholung der US-Konjunktur anzuschieben. Die Zentralbank werde die weitere wirtschaftliche Entwicklung genau beobachten, sagte Bernanke am Dienstag vor dem US-Kongress in Washington. „Sie ist darauf vorbereitet, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um eine stärkere wirtschaftliche Erholung im Einklang mit Preisstabilität zu unterstützen.“

Dazu könnte es schneller kommen, als dem Notenbankchef lieb sein dürfte, denn die Auftragseingänge der US-Industrie sind im August überraschend gefallen. Im Monatsvergleich sei das Ordervolumen um 0,2 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten einen unveränderten Wert erwartet. Auch für den Vormonat musste das Handelsministerium die Zahl der eingegangenen Aufträge nach unten korrigieren. War zunächst ein Zuwachs von 2,4 Prozent ermittelt worden, gehen die Statistiker jetzt noch von einem Anstieg um revidierte 2,1 Prozent aus.

Die Hoffnungen der Märkte auf die konkrete Ankündigung eines erneuten Programms zum Ankauf von Staatsanleihen erfüllte Bernanke nicht. Die Aussagen des Fed-Chefs in dieser Richtung blieben vage. „Sofern erforderlich, wird die Notenbank ihre Maßnahmen ausweiten“, sagte Bernanke. Er appellierte an die Politik, den Spargürtel nicht zu schnell enger zu schnallen, selbst wenn sie um einen langfristigen Kurs zur Haushaltskonsolidierung ringe. Der Sparkurs werde wahrscheinlich das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt belasten, die im ersten Halbjahr auf annualisierter Basis um weniger als ein Prozent zugelegt haben dürfte. Mit Blick auf die europäische Schuldenkrise warnte der Notenbank-Chef, diese beeinträchtige weiter die Wachstumsperspektiven der USA und habe dem Vertrauen der Verbraucher und der Unternehmen bereits geschadet.

Die US-Notenbank Fed hat seit Ausbruch der Finanzkrise bereits zwei Anleihekaufprogramme durchgeführt. Das jüngste hatte ein Volumen von 600 Milliarden Dollar und endete im Juni. Seitdem hoffen die
Märkte auf eine erneute Intervention der Notenbanker.

Kommentare (8)

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Fiat-Money

04.10.2011, 16:57 Uhr

Auf zum fröhlichen Inflationieren !
Erst eine deflationäre Krise verursachen, Sachwerte abgreifen - dann die Inflation kreieren und den Rest einsacken.
Ist nicht das Erste Mal wo das so gemacht wird.
Und die dummen Menschen fallen wieder drauf rein.....

Account gelöscht!

04.10.2011, 16:59 Uhr

Ach ja ? Der Vogel will doch nur die Notenpresse anschmeissen damit die Staatsanleihen angekauft werden können. Die US Amerikaner werden das perfide Spiel nie verstehen. Mannomann !

Account gelöscht!

04.10.2011, 17:05 Uhr

Die Maerkte (oder besser Bernankes Freunde) hoffen und Bernanke wird drucken. Mehr versteht der nicht und mehr kann der nicht. Irgendwann hoert jedes Wirtschaftschaos automatisch auf und da wird er sich als grossen Helden feiern lassen. Dies sehe ich schon kommen. Auch wenn den ganze Welt dann im FED-Finanzchaos untergegangen ist.

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