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02.12.2011

16:21 Uhr

Beschäftigungsanstieg

Lage am US-Arbeitsmarkt hellt sich auf

Der US-Arbeitsmarkt hat einen Beschäftigungsanstieg verzeichnet: Die Arbeitslosenquote sank von 9,0 auf 8,6 Prozent. Allerdings hat das nicht nur mit neu geschaffenen Stellen zu tun, sondern auch mit Resignation.

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten: Der US-Arbeitsmarkt erholt sich. dpa

Ein Arbeitssuchender wird ein einem Jobcenter in New York von einem Mitarbeiter beraten: Der US-Arbeitsmarkt erholt sich.

WashingtonDer US-Arbeitsmarkt kommt nach Jahren der tiefen Krise allmählich wieder auf die Beine. Die Erwerbslosenquote fiel im November auf 8,6 Prozent und damit auf das niedrigste Niveau seit zweieinhalb Jahren. Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag weiter mitteilte, wurden außerhalb der Landwirtschaft 120.000 neue Stellen geschaffen. Im Oktober waren es nach den aktualisierten Zahlen immerhin 100.000. Der Jobaufbau hält somit bereits vier Monate an und nährt Hoffnungen, dass die US-Wirtschaft zum Jahresende wieder besser in Schwung kommt.

Die guten Nachrichten gaben den US-Aktienmärkten Auftrieb. Der Dollar legte zum Yen zu. „Der Arbeitsmarkt erholt sich schrittweise. Das Abschmelzen der Arbeitslosenzahl verläuft langsam, aber es geht in die richtige Richtung“, sagte Ökonom Ryan Sweet von Moody's Analytics. Experten hatten zwar in etwa mit dem Jobaufbau im November gerechnet, doch überraschte die kräftig gesunkene Arbeitslosenrate, die auf einer separaten Haushaltsbefragung fußt.

Bei dem überraschenden Rückgang hat allerdings auch eine Rolle gespielt, dass sich weniger Amerikaner um einen Job bemühten. „Arbeitslose dürften enttäuscht die Jobsuche aufgegeben haben. Damit tauchen diese Personen in der Statistik nicht mehr als Arbeitslose auf“, sagt Dirk Chlench von der LBBW. Ähnlich sieht dies auch Analystin Jana Meier von HSBC Trinkaus. „Eine auf 8,6 Prozent gesunkene Arbeitslosenquote hat zunächst imponiert. Aber wenn man genauer hinschaut, sind nicht weniger Leute arbeitslos geworden, es haben sich nur weniger Arbeitslose auch arbeitssuchend gemeldet.“ Dies sei aber ein Zeichen für Resignation. Der Euro profitierte deshalb nur kurzzeitig von den Daten, und der Kurs bröckelte am Nachmittag wieder ab.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

04.12.2011, 07:48 Uhr

Man vergleiche dazu die steigende Zahl der Sozialempfänger, dann sieht man die wahre Entwicklung.

Account gelöscht!

04.12.2011, 18:37 Uhr

Das ist ein weisses Wort.

Aber sind denn die Zahlen in Deutschland so viel anders.
In den Medien erfahren wir; weniger als 3Millionen Arbeitslose hat D im Moment.

Aber bei genauerer Betrachtung suchen wir bei diesen Zahlen die Hartz IVler, die Umschüler, den Nidriglohnsektor, und bestimmt habe ich da noch was vergessen.
Alles zusammen kommen wir gut und gerne auf ca 8 Millionen Personen welche mehr oder meniger Stütze benötigen.
Da stellt sich für mich nur eine Frage: Warum bekommen wir nie die korrekten Daten.
Gerade die Medien sollten sich für soetwas interessieren. schliesslich haben gerade die Medien die Möglichkeiten auch bei Politikern Druck zu machen und kritisch zu hinterfragen!


Vielleicht fehlt mir die Weisheit um den gesamten Kontext zu sehen.

Account gelöscht!

05.12.2011, 09:14 Uhr

@ vagabond

Überall auf der Welt besteht Politik im wesentlichen daraus, unangenehme Dinge zu verschweigen oder das nicht mehr Verschweigbare schön zu reden.

Man kann von Glück sagen, wenn in einigen Medien dies Verhalten der Politiker gelegentlich noch kritisch hinterfragt wird und nicht bloß gedankenlos wiedergekäut wird.

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