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30.11.2015

13:16 Uhr

Bilanz

Umsatz im Einzelhandel stagniert im Oktober

Einzelhändler haben im Oktober zum dritten Mal in Folge kein Umsatzplus geschafft. Die Kauflaune der Deutschen ist jedoch nach wie vor gut. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts – die am ersten Adventswochenende eingeläutet wurde – verlief dem Branchenverband HDE zufolge verhalten. dpa

Weihnachtsgeschäft

Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts – die am ersten Adventswochenende eingeläutet wurde – verlief dem Branchenverband HDE zufolge verhalten.

BerlinDie deutschen Einzelhändler haben im Oktober den dritten Monat in Folge kein Umsatzplus geschafft. Die Einnahmen stagnierten auf dem Niveau des Vormonats, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Im September hatte es ein Minus von 0,2 Prozent und im August von 0,5 Prozent gegeben. Preisbereinigt (real) fiel der Umsatz sogar um 0,4 Prozent, während von Reuters befragte Ökonomen mit einem kalender- und saisonbereinigten Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet hatten.

Der Einzelhandel in Zahlen

Unternehmen

Bundesweit gibt es etwa 300.000 Einzelhandelsunternehmen mit knapp 3 Millionen Beschäftigten.

Kunden

Etwa 50 Millionen Kundenkontakte täglich.

Umsatz

459,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr – ohne Kfz, Tankstellen, Brennstoffe und Apotheken.

Umsatz Online-Handel

39 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, 2005 waren es 13,8 Milliarden Euro.

Umsatz Bio-Lebensmittel

7,55 Milliarden Euro 2013, zehn Jahre zuvor 3,1 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

Besser sieht die Bilanz im Vergleich zum Oktober 2014 aus: Hier gab es Plus von 2,4 Prozent. Dazu trug wesentlich der Internet- und Versandhandel bei: Dort wuchs der Umsatz um 10,6 Prozent. Auch die Geschäfte mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren liefen gut. Die Einnahmen legten um 5,9 Prozent zu. Von Januar bis Oktober zählten die Einzelhändler 2,7 Prozent mehr in ihren Kassen.

Die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts – die am ersten Adventswochenende eingeläutet wurde – verlief dem Branchenverband HDE zufolge verhalten. Für November/Dezember rechnet er mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf knapp 87 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Kauflaune der Deutschen ist angesichts der Rekordbeschäftigung, steigender Löhne und geringer Inflation nach wie vor gut.

Von

rtr

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