Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.01.2015

13:03 Uhr

BIP-Daten 2014

Deutsche Wirtschaft trotzt den Krisen

Die deutsche Wirtschaft ist 2014 trotz eines schwierigen Umfelds so stark wie seit drei Jahren nicht mehr gewachsen. Das BIP stieg um 1,5 Prozent – mehr als noch im Herbst von der Regierung erwartet.

Wirtschaftswachstum

Deutsche Wirtschaft im Hoch

Wirtschaftswachstum: Deutsche Wirtschaft im Hoch

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinDie deutsche Wirtschaft bleibt dank kauffreudiger Verbraucher das Zugpferd der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2014 mit 1,5 Prozent so kräftig wie seit drei Jahren nicht mehr – trotz zahlreicher internationaler Krisen, etwa in der Ukraine und Nahost. „Offensichtlich konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen Umfeld behaupten und vor allem von einer starken Binnen-Nachfrage profitieren“, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, am Donnerstag in Berlin.

Deutschland legte damit in etwa doppelt so kräftig zu wie die gesamte Euro-Zone. Und der Staat nahm dank der guten Konjunktur das dritte Jahr in Folge mehr ein als er ausgab: Der Überschuss von 11,9 Milliarden Euro war der zweithöchste seit der Wiedervereinigung.

Das sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands

Platz 10 – Russland

Export von Waren im Wert von: 35,8 Milliarden Euro

Platz 9 – Belgien

Export von Waren im Wert von: 42,44 Milliarden Euro

Platz 8 – Polen

Export von Waren im Wert von: 42,47 Milliarden Euro

Platz 7 – Italien

Export von Waren im Wert von: 53,25 Milliarden Euro

Platz 6 – Österreich

Export von Waren im Wert von: 56,28 Milliarden Euro

Platz 5 – China

Export von Waren im Wert von: 66,91 Milliarden Euro

Platz 4 – Niederlande

Export von Waren im Wert von: 70,97 Milliarden Euro

Platz 3 – Großbritannien

Export von Waren im Wert von: 75,49 Milliarden Euro

Platz 2 – USA

Export von Waren im Wert von: 89,35Milliarden Euro

Platz 1 – Frankreich

Export von Waren im Wert von: 99,98 Milliarden Euro

alle Angaben für 2013, Quelle: Statista

Die Bundesregierung erwartet nun im laufenden Jahr ein Wirtschaftswachstum in ähnlicher Höhe. Die bisherige Prognose von 1,3 Prozent dürfte auf 1,4 oder 1,5 Prozent angehoben werden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem führenden Koalitionspolitiker. Die offizielle Prognose wird am 28. Januar veröffentlicht.

Garant für die robuste Konjunktur sind die Verbraucher. Rekordbeschäftigung, steigende Löhne und niedrige Zinsen kurbelten deren Konsum im abgelaufenen Jahr an: Diese Ausgaben legten um 1,1 Prozent zu. „Der Konsum war wichtigster Wachstumsmotor“, so Egeler. Er dürfte es auch in diesem Jahr bleiben, da alle Experten mit einem weiteren Anstieg der Beschäftigung rechnen und eine milliardenschwere Entlastung durch fallende Benzinpreise erwarten. „Wenn es bei dieser Konstellation bleibt, wird 2015 besser als bisher erwartet“, sagte der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW, Jörg Zeuner.

Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen wuchsen mit 3,7 Prozent etwas schneller als die Importe. „Die Exporte zeigen sich erstaunlich robust“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben. Ein besseres Abschneiden verhinderten beispielsweise die Sanktionen gegen Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts sowie die schwache Nachfrage aus vielen Euro-Ländern. Unternehmen investierten zudem mehr in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge sowie in Straßen und Gebäude.

Kommentare (23)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.01.2015, 10:15 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

15.01.2015, 10:17 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Tom Schmidt

15.01.2015, 10:20 Uhr

Mein Umfeld besteht auch aus Leistungsträgern, alle aus der Industrie. Und dementsprechend ist da kein Investmentbanker oder sonstige Blindleister dabei!

Schauen Sie sich übrigens vielleicht noch ein paar andere Städte an...

Das einzig nette ist ja, dass seit gestern Drucker-Draghi Staatsanleihenverkäufe gut begründen muss und die Staatsfinanzierung keine Rolle spielen darf. Wir stellen fest, die Wirtschaft bekommt das Geld, dass sie benötigt. Es gibt keinen Grund für diesen Staatsanleihenkauf, ausser ein paar Blindleistern den A.. zu retten. Die Realwirtschaft hat nichts davon!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×