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05.12.2014

12:44 Uhr

BIP der Euro-Zone

Wirtschaft kommt kaum vom Fleck

Das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone ist nur minimal gewachsen. Obwohl einige Krisenländer wieder zulegen konnten, sieht das Gesamtbild nicht gut aus. Vor allem Deutschland und Italien ziehen den Schnitt nach unten.

Ein Arbeiter baut ein Getriebe zusammen. Die Konjunktur in der Euro-Zone bleibt weiterhin ein Sorgenkind. dpa

Ein Arbeiter baut ein Getriebe zusammen. Die Konjunktur in der Euro-Zone bleibt weiterhin ein Sorgenkind.

BrüsselTrotz anziehender Konjunktur in einigen Krisenländern kommt die Wirtschaft in der Euro-Zone nicht richtig in Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, betätigte das Statistikamt Eurostat am Freitag eine frühere Schätzung. Im Vorquartal war das Plus mit 0,1 Prozent noch kleiner ausgefallen. Ein besseres Abschneiden verhinderten vor allem die beiden großen Euro-Länder Deutschland und Italien. Europas größte Volkswirtschaft schaffte lediglich ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent, während Italien sogar um 0,1 Prozent schrumpfte.

In einigen Krisenstaaten geht es dagegen nach jahrelanger Krise allmählich bergauf. Der einstige Pleitekandidat Griechenland setzte sich mit einem Plus von 0,7 Prozent an die Spitze. Auch Spanien legte mit 0,5 Prozent deutlich zu.

Das sind die wichtigsten Handelspartner Deutschlands

Platz 10 – Russland

Export von Waren im Wert von: 35,8 Milliarden Euro

Platz 9 – Belgien

Export von Waren im Wert von: 42,44 Milliarden Euro

Platz 8 – Polen

Export von Waren im Wert von: 42,47 Milliarden Euro

Platz 7 – Italien

Export von Waren im Wert von: 53,25 Milliarden Euro

Platz 6 – Österreich

Export von Waren im Wert von: 56,28 Milliarden Euro

Platz 5 – China

Export von Waren im Wert von: 66,91 Milliarden Euro

Platz 4 – Niederlande

Export von Waren im Wert von: 70,97 Milliarden Euro

Platz 3 – Großbritannien

Export von Waren im Wert von: 75,49 Milliarden Euro

Platz 2 – USA

Export von Waren im Wert von: 89,35Milliarden Euro

Platz 1 – Frankreich

Export von Waren im Wert von: 99,98 Milliarden Euro

alle Angaben für 2013, Quelle: Statista

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Wachstumsprognosen auch wegen des schwachen Abschneidens im dritten Quartal gesenkt. Die Prognose für 2015 wurde auf 1,0 von 1,6 Prozent gesenkt, für 2016 auf 1,5 von 1,9 Prozent. Im zu Ende gehenden Jahr sollen es 0,8 (bisher 0,9) Prozent sein. „Die schwache Wachstumsdynamik hat gemeinsam mit den hohen geopolitischen Risiken das Potenzial, das Vertrauen und vor allem die privaten Investitionen zu drücken“, sagte EZB-Chef Mario Draghi. Die Industriestaaten-Organisation OECD warnt in ihrem Wirtschaftsausblick sogar: „Insgesamt tritt der Euroraum auf der Stelle und ist zu einem großen Risiko für das weltweite Wachstum geworden, da die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verharrt und die Inflation weiterhin deutlich unter der Zielvorgabe liegt“.

Die Unternehmen der Euro-Zone investierten im Sommer angesichts ungewisser Absatzaussichten erneut weniger. Die Exporte legten zwar zu, aber langsamer als die Importe. Wachstumsgarant war der private Konsum, der um 0,5 Prozent zulegte.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

05.12.2014, 13:29 Uhr

Das BIP ist schon längst im Minus. Nur die Prostitution, der Zigarettenschmuggel und die Verbrechensrate hellt das "Schein-Abzocker" BIP auf.
Einfach nur noch lächerlich dieses neue Huren-Verbrecher-Abzocker BIP von EU-Deutschland.

Account gelöscht!

05.12.2014, 14:12 Uhr

Tricks und statistische Betrügereien halten den Anschein von Wachstum aufrecht - nicht nur in Deutschland, überall in Europa und, besonders perfide, in der Eurozone.

Tatsächlich aber schließen ganze Industriestandorte, investieren Unternehmen nur noch im Ausland - bis auf ein paar Erhaltungsinvestitionen hierzulande.

Die Politik müht sich ab, die Bedingungen weiter deutlich zu verschlechtern, jeden unternehmerischen Betrieb stark zu behindern - oder allenfalls mit gigantischen Hilfs- und Subventionsbeträgen aus der Tasche des Steuerzahlers an kümmerlichem Leben zu erhalten.

Traurig, aber es geht wieder mal zu ende.

Account gelöscht!

05.12.2014, 14:12 Uhr

Tricks und statistische Betrügereien halten den Anschein von Wachstum aufrecht - nicht nur in Deutschland, überall in Europa und, besonders perfide, in der Eurozone.

Tatsächlich aber schließen ganze Industriestandorte, investieren Unternehmen nur noch im Ausland - bis auf ein paar Erhaltungsinvestitionen hierzulande.

Die Politik müht sich ab, die Bedingungen weiter deutlich zu verschlechtern, jeden unternehmerischen Betrieb stark zu behindern - oder allenfalls mit gigantischen Hilfs- und Subventionsbeträgen aus der Tasche des Steuerzahlers an kümmerlichem Leben zu erhalten.

Traurig, aber es geht wieder mal zu ende.

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