Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.01.2010

13:50 Uhr

Brüderle-Ministerium

Wirtschaftsdaten deutlich besser als bislang bekannt

Das Bundeswirtschaftsministerium revidierte zur Überraschung von Fachleuten seine Wirtschaftsdaten deutlich: Nach den neuen Schätzungen haben die Unternehmen viel von der herbstlichen Dynamik in den Winter gerettet, für das vierte Quartal scheint nun mehr als ein halbes Prozent Wachstum möglich.

Baustelle in Frankfurt: Wirtschaftserholung nach neuesten Daten nahezug ungebremst. dpa

Baustelle in Frankfurt: Wirtschaftserholung nach neuesten Daten nahezug ungebremst.

HB BERLIN. Die Auftragslage in der deutschen Industrie ist deutlich besser als bislang angenommen. Das Bundeswirtschaftsministerium korrigierte die Daten für November kräftig nach oben, weil in Übersee weit mehr Autos bestellt wurden als zunächst gemeldet. Damit deutet sich an, dass die Wirtschaft im vierten Quartal entgegen erster Schätzungen doch gewachsen ist.

Die Industrie zog 2,8 Prozent mehr Aufträge an Land als im Vormonat, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. Zunächst war ein Plus von 0,2 Prozent ermittelt worden. "Der Aufholprozess hat damit weniger als bisher angenommen an Dynamik eingebüßt", hieß es. Der im Oktober erlittene Rückgang von 1,9 Prozent wurde mehr als wettgemacht.

Experten erwarten nun, dass die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal erneut gewachsen ist. "Die Aufträge sprechen für eine Fortsetzung der Erholung", sagte DekaBank-Experte Sebastian Wanke. Das Statistische Bundesamt hatte in einer ersten Schätzung von Stagnation gesprochen. "Jetzt sieht es so aus, dass wir mit einem Plus von 0,5 bis 0,6 Prozent rechnen können", sagte LBBW-Experte Gernot Griebling. Das wäre fast so viel wie im dritten Quartal mit 0,7 Prozent. Damit ginge die Wirtschaft mit weit mehr Schwung ins neue Jahr als vom Statistikamt vorhergesagt. Die endgültigen Zahlen werden am 12. Februar veröffentlicht.

Auch die Aussichten für die Industrieproduktion im ersten Quartal haben sich dem Ministerium zufolge mit den neuen Ergebnissen "leicht verbessert". Das werde der gesamten Wirtschaft "zu einem ordentlichen Zuwachs gegenüber dem Schlussquartal 2009 verhelfen", sagte Commerzbank-Experte Simon Junker.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Denkerist

22.01.2010, 20:40 Uhr

Was tut man nicht alles um für die Reichen die Steuern zu schenken, zumal sie sicherlich noch fleißig für die FDP spenden!

Wer arbeitet, dem bleiben dann höhere Abgaben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×