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14.11.2013

08:15 Uhr

Bruttoinlandsprodukt

Deutsche Wirtschaft verliert an Schwung

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal mehr als halbiert. Das BIP stieg von Juli bis September um 0,3 Prozent im Vergleich zum Frühjahr. Positiv entwickelten sich aber die Investitionen.

Der Außenhandel hat die Konjunktur in Deutschland gebremst. dpa

Der Außenhandel hat die Konjunktur in Deutschland gebremst.

BerlinDie Konjunktur in Deutschland hat nach dem starken Frühjahr wie erwartet wieder an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September nur noch um 0,3 Prozent im Vergleich zum Frühjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im zweiten Quartal gab es wegen Nachholeffekten nach dem langen Winter noch ein Plus von 0,7 Prozent. Zu Jahresbeginn hatte Europas größte Volkswirtschaft stagniert.

Für das Wachstum in den Sommermonaten sorgte ausschließlich die robuste Binnennachfrage. „Die Konsumausgaben von privaten Haushalten und Staat waren etwas höher als im Vorquartal“, schrieben die Statistiker. Außerdem wurde sowohl in Ausrüstungen wie Maschinen als auch in Bauten mehr investiert. Dagegen bremste der Außenhandel die Konjunktur: Während die Importe weiter zulegten, zeigten die Exporte „wenig Dynamik“.

Aus Sicht des Chefvolkswirts der Commerzbank, Jörg Krämer, liegen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. „Die Wirtschaft wächst nicht mehr ganz so schnell wie im zweiten Quartal, das durch wetterbedingte Nachholeffekte beim Bau sehr stark ausgefallen war,“ sagte Krämer. Positiv sei, dass die Unternehmen jetzt das zweite Quartal in Folge mehr investiert hätten. Die anderthalbjährige Phase rückläufiger Investitionen scheine nun überwunden zu sein.
Auch für Carsten Brzeski bewegen sich die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. „Nach dem starken zweiten Quartal ist Deutschland wieder zu einem Wachstum zurückgekehrt, das seinem Potenzial entspricht,“ sagt er.


Für das laufende vierte Quartal rechnet das Bundeswirtschaftsministerium wieder mit einem höheren Tempo. „Wir erwarten ein Wachstum von knapp einem halben Prozent“, sagte Staatssekretär Bernhard Heitzer. Trotzdem wird es den Wirtschaftsweisen zufolge im Gesamtjahr nur zu einem Plus von 0,4 Prozent reichen. 2014 sollen es dann 1,6 Prozent sein.

Kommentare (10)

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HofmannM

14.11.2013, 08:18 Uhr

Was soll das für ein Schwachsinn sein! 0,3% sind kein Wachstum, sondern ist eine Stagnation. Und wie schaut das Wachstum über das Jahr 2013 hinweg aus?! Genauso trostlos! Deutschland braucht für den Unterhalt seinen Sozialstaat und zur Sicherung der allgemeinen Wohlstand ein Wachstum um die 2%! Am Besten wäre es über 2%!
EEG und ESM, sowie eine ökosozialistische Plandiktatur sind die Wachstums- und Wohlstandsvernichter in Deutschalnd und Europa!

HofmannM

14.11.2013, 08:26 Uhr

Sehr geehrtes Handelsbaltt,
ihr müsst euch jetzt schon mal entscheiden, was ihr da Berichten wollt! Zu erst schreibt ihr von einen Aufschwung und jetzt habt ihr es in einen Abschwung umgetitelt. Wisst ihr überhaupt noch, von was bzw über was IHR redet bzw. schreibt?!

Lunatic

14.11.2013, 08:36 Uhr


Jetzt steigen auf einmal die Importe und die Exporte sind verhalten. Nach der heftigen Kritik aus dem Ausland letzte Woche kommt diese Meldung wie gerufen. Zufall?

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