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01.02.2011

10:06 Uhr

Bundesagentur

Frostiger Winter lässt Arbeitslosenzahl steigen

Kleiner Kratzer für das deutsche Jobwunder: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Januar deutlich auf über 3,3 Millionen gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) machte dafür bei der Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag allein das Winterwetter verantwortlich.

HB NÜRNBERG. Der frostige Winter macht das Arbeiten in vielen Berufen derzeit unmöglich und hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf 3,347 Millionen steigen lassen. Im Vergleich zum Dezember ist das zwar ein Plus von 331 000, doch vor einem Jahr waren im Januar noch 270 000 mehr Menschen auf Jobsuche, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,7 Punkte auf 7,9 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,6 Prozent gelegen.

„Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause zwar gestiegen, saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang“, erläuterte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Blende man die saisonalen Faktoren aus, bleibe die Entwicklung am Arbeitsmarkt unverändert positiv: „Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter.“ Gründe seien der konjunkturelle Aufschwung sowie das seit Jahren rückläufige Arbeitskräfteangebot.

In der jüngsten Statistik schlagen sich nicht nur die sogenannten Außenberufe nieder, die bei Frost und Schnee nicht oder nur eingeschränkt arbeiten können. Hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Aktivität im Winter generell nachlässt, Mitarbeiter zum Jahresende vermehrt gekündigt und Einstellungen aufgeschoben werden.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl um 13 000 auf 3,135 Millionen. Dabei nahm sie mit Minus 12 000 vor allem im Westen ab; im Osten ging die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 1000 zurück.

Kommentare (3)

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w.schwachtel@gmx.de

01.02.2011, 11:21 Uhr

Hihi, jeder weiß doch, daß die wahren Zahlen höher sind. Menschen ab 58 zählen nicht als arbeitslos, Menschen in einer Fortbildung nicht, etc...etc....
Jede Regierung verändert die berechnungsregeln. in den 70ern/80ern waren die Regeln viel strenger.
Gähn....wir wissen bescheid liebe Regierung, gähn...die bürger lassen sich doch nicht für dumm verkaufen

Propaganda

01.02.2011, 11:58 Uhr

Jeden Monat die gleichen Propagandazahlen. Die Arbeitslosenzahlen fallen automatisch, da viele 58 werden und somit nicht mehr als arbeitslos zählen, nach Hartz 4 abrutschen oder billigjobs annehmen müssen...

Morchel

01.02.2011, 12:33 Uhr

Wo ist die Kamera ? Frau van der Leyen bitte geben sie bekannt 4.7 Millionen Langzeitarbeitslose. 3,3 Millionen Arbeitslose. So ältere sind sowie so raus. Sagen sie mal was machen sie den ganzen Tag ausser Geld abgreifen. Dann noch die präker beschäftigten. Jeder der so eine Leisung abliefert fliegt raus mit sperre aller Zuwendungen. Entschärft unser innenminister immer noch bomben im Reichstag ???? Wasmacht eigentlich die Harz 4 Reform ?

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