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14.06.2012

18:03 Uhr

Bundesbank-Chef Weidmann

„Europa braucht eine Richtungsentscheidung“

Kurz vor der Griechenland-Wahl sieht Bundesbank-Präsident Jens Weidmann Europa am Scheideweg. Nur mit einer entschlossenen Richtungsentscheidung könne die Schuldenkrise durchbrochen werden.

Eine Fiskalunion sei kein Garant für Stabilität, warnte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. dapd

Eine Fiskalunion sei kein Garant für Stabilität, warnte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

MannheimEuropa steht nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am Scheideweg. Um den Teufelskreis der Staatsschuldenkrise zu durchbrechen, bedürfe es einer "Richtungsentscheidung, die nicht länger vertagt werden darf", sagte Weidmann am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).

Eine intensivere finanzpolitische Integration in Europa sei zwar eine Chance, nicht aber eine Garantie für eine stabilere Währungsunion. Grundlage für weitere Schritte in die Zukunft Europas müsse deshalb eine umfassend legitimierte Fiskalunion sein, die Mindeststandards genüge und auch die Geberländer durch eine gemeinschaftliche Haftung ohne hinreichende Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten nicht übervorteile.

Musterschüler und Sitzenbleiber - so verschuldet sind die Euro-Länder

Platz 1

Das am höchsten verschuldete Land der Euro-Zone ist - wer hätte es gedacht - Griechenland. Bei satten 175 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegt die Schuldenquote des Mittelmeerlandes. Ein kleiner Lichtblick: Immerhin haben es die Griechen in den vergangenen Jahren geschafft, ihr extrem hohes Haushaltsdefizit zu drücken: Nahm die Regierung 2009 noch neue Kredite in Höhe von 15,6 Prozent des BIP auf, wird sich die Defizitquote im Jahr 2012 - nicht zuletzt dank europäischer Hilfe - auf 7,3 Prozent des BIP verringern.

Platz 2

Auf Platz zwei der am meisten verschuldeten Euro-Länder landet Italien. Mit 123 Prozent des BIP stehen die Italiener laut Eurostat in der Kreide. Die Märkte bestrafen das mit höheren Zinsen, die der Regierung von Premierminister Mario Monti das Leben schwer machen. Mit einem harten Sparkurs steuert Rom dem entgegen: Die Defizitquote sank von 5,4 Prozent im Jahr 2009 auf voraussichtlich 2,0 Prozent in diesem Jahr.

Platz 3

Irland hatte vor allem unter der Bankenkrise zu leiden. Weil das kleine Land seine Banken stützen musste, hat es einen Bruttoschuldenstand von 116,1 Prozent des BIP. Auch das Haushaltsdefizit des früheren keltischen Tigers war in der Folge beängstigend hoch und lag 2010 bei 31 Prozent des BIP. Inzwischen konnte die Regierung das Defizit auf 8,3 Prozent senken - was immer noch deutlich zu hoch ist.

Platz 4

Genau wie Griechenland und Irland musste sich auch Portugal unter den Rettungsschirm flüchten. Das Land ächzt unter einer Schuldenquote von 113,9 Prozent der BIP. Auf Druck der EU reduzierten die Portugiesen ihr Haushaltsdefizit in den vergangenen Jahren deutlich: Waren es 2009 noch 10,2 Prozent des BIP, wird die Defizitquote in diesem Jahr voraussichtlich auf 4,7 Prozent sinken.

Platz 5

Auch Belgiens Schuldenquote hat mit 113,9 Prozent vom BIP eine kritische Höhe erreicht. Bei Haushaltsdefizit hingegen sehen die Belgier inzwischen wieder ganz gut aus: Nach satten 10,2 Prozent im Jahr 2009 werden sie die in den Maastricht-Kriterien festgelegte Defizitquote von drei Prozent in diesem Jahr vorrausichtlich exakt einhalten.

Platz 6

Deutschlands Nachbarland Frankreich hat eine Verschuldungsquote von 90,5 Prozent des BIP. Ökonomen halten diese Schuldenlast für gerade noch tragbar, die Maastricht-Kriterien hingegen verletzen die Franzosen deutlich: Sie sehen eine Quote von höchstens 60 Prozent vor. Auch das französische Haushaltsdefizit ist mit 4,5 Prozent vom BIP im Jahr 2012 zu hoch.

Platz 7

Auch Deutschland, das sich gerne als Musterschüler der Euro-Zone sieht, drückt eine hohe Schuldenlast: 81,2 Prozent beträgt die Bruttoschuldenquote im Jahr 2012 - zu hoch für Maastricht. Beim Haushaltsdefizit hingegen sieht Europas größte Volkswirtschaft inzwischen richtig gut aus: Eurostat schätzt, dass Schäubles Defizitquote in diesem Jahr nur noch bei 0,9 Prozent des BIP liegt - der zweitbeste Wert aller Euro-Staaten.

Platz 8

Das letzte Land, das Schutz unter dem Euro-Rettungsschirm suchte, war Spanien. Dabei ist die Bruttoschuldenquote der Iberer gar nicht so hoch: mit 80,9 Prozent liegt sie unter der von Deutschland. Deutlich zu hoch ist allerdings das Haushaltsdefizit Spaniens: Kredite in Höhe von 6,4 Prozent muss die konservative Regierung in diesem Jahr aufnehmen - weniger als im letzten Jahr (8,5 Prozent) aber immer noch zu viel.

Platz 9

Bei Zypern wird immer gemunkelt, dass das Land als nächstes unter den Rettungsschirm schlüpfen könnte. Den Inselstaat drückt eine Schuldenquote von 76,5 Prozent des BIP. Immerhin: Das Haushaltsdefizit konnten die Zyprioten spürbar reduzieren: Es sankt von 6,3 Prozent des BIP im Vorjahr auf 3,4 Prozent in diesem Jahr. Die Maastricht-Grenze ist damit wieder in Reichweite.

Platz 10

Die Mittelmeerinsel Malta weist eine Bruttoverschuldungsquote von 74,8 Prozent des BIP auf. Im europäischen Vergleich reicht das für Platz zehn. Das Haushaltsdefizit von Malta bewegt sich innerhalb der Maastricht-Kriterien und wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 2,6 Prozent liegen.

Platz 11

Deutschlands südlicher Nachbar Österreich weist eine Verschuldungsquote von 74,2 Prozent des BIP auf - Platz elf in Europa. Auch das Haushaltsdefizitdefizit der Alpenrepublik ist mit aktuell drei Prozent vom BIP vergleichsweise gering. Im Jahr 2011 hatte es mit 2,6 Prozent sogar noch niedriger gelegen.

Platz 12

Die Niederlande gelten ähnlich wie Deutschland als Verfechter einer strengen Haushaltspolitik. Das macht sich bemerkbar: Die Verschuldungsquote liegt bei nur 70,1 Prozent vom BIP. Weniger erfolgreich haben die Niederländer in den vergangen Jahren gewirtschaftet: Das Haushaltsdefizit lag 2009 bei 5,6 Prozent und hat sich danach nur leicht verringert. Im Jahr 2012 peilt die Regierung ein Defizit in Höhe von 4,4 Prozent des BIP an.

Platz 13

Slowenien ist das erste Land im Ranking, dessen Verschuldungsquote die Maastricht-Kriterien erfüllt: Sie liegt im Jahr 2012 bei 54,7 Prozent des BIP. Schlechter sieht es bei den Haushaltszahlen aus: Nach einen Defizit in Höhe von 6,4 Prozent des BIP im Jahr 2011 steuert die Regierung in diesem Jahr auf 4,3 Prozent zu. Die Gesamtverschuldung steigt also.

Platz 14

Ein Musterbeispiel für solide Haushaltsführung ist Finnland: Die Bruttoverschuldungsquote der Skandinavier liegt bei 50,5 Prozent und bewegt sich damit locker in dem Rahmen, den der Maastricht-Vertrag vorgibt. Auch die Haushaltszahlen können sich sehen lassen: In den vergangenen vier Jahren lag Finnlands Defizit nie über der Drei-Prozent-Marke. Im Jahr 2012 werden es nach Prognose von Eurostat gerade einmal 0,7 Prozent sein.

Platz 15

Auch die Slowakei weist eine niedrige Gesamtverschuldung auf: Die Bruttoverschuldungsquote liegt bei 49,7 Prozent des BIP. In den vergangen Jahren allerdings hatten die Slowaken zunehmend Probleme: Bei acht Prozent des BIP lag das Haushaltsdefizit im Jahr 2009, in diesem Jahr werden es laut Eurostat-Prognose 4,7 Prozent sein.

Platz 16

Geldsorgen sind in Luxemburg ein Fremdwort. Die Verschuldungsquote des Großherzogtums liegt bei niedrigen 20,3 Prozent. Der Regierung gelingt es in den meisten Jahren auch, mit den eingenommenen Steuermitteln auszukommen. In den vergangenen drei Jahren lag das Haushaltsdefizit stets unter einem Prozent des BIP. Die anvisierten 1,8 Prozent in diesem Jahr sind da schon ein Ausreißer nach oben.

Platz 17

Hätten Sie es gewusst? Der absolute Haushalts-Musterschüler der Euro-Zone ist Estland. Das baltische Land hat eine Gesamtverschuldung, die bei extrem niedrigen 10,4 Prozent des BIP liegt - ein echter Spitzenwert. 2010 und 2011 gelang es der Regierung sogar, einen kleinen Haushaltsüberschuss zu erwirtschaften. In diesem Jahr läuft es etwas schlechter: Voraussichtlich wird die Regierung Kredite in Höhe von 2,4 Prozent des BIP aufnehmen. Die Maastricht-Kriterien halten die Esten damit aber immer noch locker ein.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sei jedenfalls "an der Grenze ihres Mandats angekommen", sagte Weidmann, der wegen seiner Kritik an Krisenmaßnahmen im EZB-Rat in der Vergangenheit häufig isoliert war. An den Finanzmärkten wird aktuell über eine baldige Zinssenkung der EZB spekuliert. Möglicherweise bereits im Juli, bei der nächsten regulären Zinssitzung der Euro-Notenbanker - sollte die Konjunktur weiter nachgeben und die Schuldenkrise eskalieren.

Kernpunkte des neuen EU-Fiskalpakts

Schärfere Regeln

Der neue Fiskalpakt verpflichtet die Länder zu strenger Haushaltsdisziplin. Damit sollen Problemfälle wie Griechenland verhindert und das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewonnen werden. Der Sparpakt wurde Ende Januar beschlossen und wird beim EU-Gipfel am Freitag unterschrieben. Allerdings ziehen nicht alle 27 EU-Staaten mit: Großbritannien und Tschechien bleiben außen vor, Irland lässt das Volk über das Abkommen abstimmen. Da es ein zwischenstaatlicher Vertrag ist, reicht jedoch auch die Ratifizierung von zwölf Euro-Ländern. In Kraft treten soll der Fiskalpakt spätestens Anfang 2013. Das sind die Kernpunkte:

Ausgeglichener Haushalt

Die Unterzeichner streben nahezu ausgeglichene Haushalte an. Das jährliche, um Konjunktur- und Einmaleffekte bereinigte Staatsdefizit eines Landes darf 0,5 Prozent der Wirtschaftskraft nicht übersteigen. Die Staaten führen nationale Schuldenbremsen ein und verankern sie in ihrer Verfassung oder auf vergleichbarer Ebene.

Defizitverfahren

Verschuldet sich ein Staat zu sehr, wird automatisch ein Defizitverfahren ausgelöst. Anders als bisher können Sanktionen nur noch mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit der EU-Finanzminister gestoppt werden. Liegt die Gesamtverschuldung über 60 Prozent der Wirtschaftsleistung, soll sie pro Jahr um ein Zwanzigstel reduziert werden.

Klagerecht

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) überprüft, ob die Staaten die Schuldenbremse auch in nationales Recht umsetzen. Klagen kann nur ein anderes Unterzeichnerland, nicht aber die EU-Kommission.

Sanktionen

In letzter Konsequenz kann der Europäische Gerichtshof gegen Haushaltssünder des Eurogebiets eine Geldstrafe von bis zu 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung verhängen. Die Summen fließen bei Euro-Ländern in den Euro-Rettungsfonds ESM, ansonsten in den allgemeinen EU-Haushalt.

Verknüpfung mit ESM

Der Sparpakt wird mit dem im Juli startenden ESM verknüpft werden. ESM-Hilfen sollen also nur die Euro-Länder erhalten, die auch den neuen Pakt unterzeichnet haben - was zu einem potenziellen Problem für Irland werden könnte.

Da das finanz- und wirtschaftspolitische Fundament der Währungsunion "tiefe Risse" bekommen habe, müsse jetzt endlich die Politik Antworten finden und einen Rahmen setzen, forderte Weidmann zum wiederholten Mal. Eine gemeinschaftliche Haftung für Schulden und Risiken dürfe dabei erst am Ende und nicht am Anfang eines Integrationsprozesses mit Bankenunion und anderen Elementen stehen.

Er sei skeptisch, ob in dieser Reihenfolge überhaupt eine stabile Währungsunion wieder geschaffen werden könne, betonte der Bundesbank-Chef. "Eine stabile Währung setzt nicht die vereinigten Staaten von Europa voraus, aber ohne stabile Währung, und damit ein entsprechend ausgestaltetes Regelwerk, wird es keine dauerhafte, stabile politische Union geben."

Eine gemeinsame Finanzpolitik könne aber nur funktionieren, wenn Nehmer- und Geberländer bereit seien, den eingeschlagenen Sparkurs konsequent weiter zu gehen und auf Souveränitätsrechte zu verzichten. So sei beispielsweise die Vorstellung falsch, die aktuellen Schuldenprobleme seien durch eine gemeinschaftliche Haftung für diese Schulden zu lösen, ohne dass die betroffenen Länder ihre Hausaufgaben machen müssten, sagte Weidmann. "Die Ausweitung der Gemeinschaftshaftung ist keine Antwort auf die drohende Reformmüdigkeit in Europa, im Gegenteil."

Außerdem dürfe auch die Solidarität der Geberländer nicht überstrapaziert werden: "Ginge in diesen Ländern unter dem Eindruck einer Überforderung oder Übervorteilung die politische Akzeptanz verloren, dann verlöre die Währungsunion ihren Anker und damit die Basis jedweder Stabilisierung." Gerade in Ländern, die Hilfe benötigen, sei die Bereitschaft offenbar eher gering, finanzpolitische Souveränität abzugeben. "So verständlich eine solche Haltung ist, eine stabile Union lässt sich darauf nicht gründen", sagte Weidmann. "Mein Eindruck ist, dass Deutschland wesentlich aufgeschlossener gegenüber der Abgabe nationaler Souveränität ist als viele Partnerländer."

Selbst eine Fiskalunion mit strengen Haushaltsregeln kann nach Ansicht Weidmanns nur dann ein Erfolg werden, wenn sie von den Bürgern gewollt wird. "Sie muss auch als Stabilitätsunion gelebt werden." Grundlegend seien deshalb eine umfassende Änderung der Europäischen Verträge und der nationalen Verfassungen, damit ein stabiler Rahmen geschaffen werde, der nicht kurzfristig einfach wieder verändert werden könne.

"Es ist daher aus deutscher Perspektive von großer Bedeutung, dass die Grundpfeiler einer stabilitätsorientierten Fiskalunion im Konsens beschlossen und, einmal vereinbart, so abgesichert sind, das sie Bestand haben und nicht mit Mehrheitsbeschlüssen wieder abgeändert werden können."

Von

rtr

Kommentare (37)

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Mazi

14.06.2012, 16:59 Uhr

Was sagt Weidmann wirklich?

Die, die für den ESM gestimmt haben, haben keine Ahnung. Er hat es feiner und zeitlich länger ausgedrückt, aber sachlich kommt er zu dem Urteil.

Der, der vergisst einen Überwachungs-, Kontrollmechanismus zu etablieren, kann von nichts, nichts! Ahnung haben. Im voraus darauf sogar vertraglich zu verzichten, muss vorsätzlich handeln.

Weshalb hat man die Russen nicht nach deren Erfahrung aus deren Krise 1998/99 gefragt und deren Erkenntnisse genutzt?

Einen Grund für das Chaos taucht immer wieder auf: Korruption

In einer chaotischen Situation sind Raubzüge am einfachsten zu organisieren!

azaziel

14.06.2012, 17:23 Uhr

1) Soweit der Fiskalpakt die staatlichen Defizite, die Neu- und Gesamtverschuldung begrenzen will, ist er vernuenftig. Aber das haben wir ja schon im Maastrichtabkommen, was immer noch gilt.

2) Soweit der Fiskalpakt Fiskalpolitik, wie etwa Steuererhebung und Steursaetze vereinheitlichen will, ist er unfair und Unfug. Ein Land mit schlechteren Investitionsbedingungen, z.B. duerftiger Infrastruktur, muss nach eigenem Gutduenken Anreize durch niedrigere Steuern schaffen duerfen ohne seine neidischen Nachbarn fragen zu muessen (Irland!!!).

3) In einem Klima der Verwahrlosung der Rechtsstaatlichkeit ist es nicht zu erwarten, dass sich die Unterzeichner an die Regeln halten werden. Manche Regeln gelten ja bereits (siehe oben 1). Die Fiskalunion ist eine Merkel’sche Kopfgeburt, die niemandem etwas einbringt. Aber man wird mit dieser wertlosen Fiskalunion den Deutschen schmerzhafte Zugestaendnisse abringen wollen.

4) So viele Leute schreien „Fiskalunion“. Ich hoere aber kaum jemanden, der einmal erlaeutert, wie man sich denn eine solche vorzustellen habe und mit welchen Mechanismen sie denn ihre positive Wirkung entfalten sollte. Fuer unsere gegenwaertige krise waere sie ausserdem um Jahre zu spaet.

gerhard

14.06.2012, 17:26 Uhr

…..sagte Weidmann am Donnerstag in Mannheim. „Aber: Selbst solch ein ambitioniertes Projekt wie eine Fiskalunion löst mitnichten die Probleme, vor denen viele Länder heute stehen.“ Weidmann nannte exemplarisch die hohe Arbeitslosigkeit oder Defizite in der Wettbewerbsfähigkeit….Damit bezog sich Weidmann auf den Umstand, dass Staaten, die unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen, sich übergangsweise nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren müssen, sondern über den Schirm von ihren Europartnern Geld bekommen. (Zitate)
Wann wird also endlich Schluss gemacht mit dem Aufspannen von Rettungsschirmen? Griechenland, Spanien und Italien sind nach Irland, Portugal hinzugekommen bzw. kommen hinzu. Es ist doch eine Illusion, die Schulden mit „über den Schirm von ihren Europartnern Geld bekommen „ lösen zu wollen. Ja – hier muss jetzt ein „Basta Schluss“ gesagt werden. Es kann dann nicht schlimmer kommen, sondern die Wackelkandidaten werden sich so oder so an den „Riemen reißen müssen“, um wieder mit den „Füßen relativ schnell wieder den Boden "alternativlos zu erreichen“.

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