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22.07.2013

12:13 Uhr

Bundesbank-Monatsbericht

Deutsche Wirtschaft verliert im Sommer an Schwung

Zwischenhoch im Frühjahr: Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal nach Einschätzung der Bundesbank kräftig gewachsen. Doch die Aussichten für das Wirtschaftswachstum sind negativ.

Bundesbank-Chef Jens Weidmann: „Hinweise auf eine Beruhigung des Wirtschaftswachstums.“ Reuters

Bundesbank-Chef Jens Weidmann: „Hinweise auf eine Beruhigung des Wirtschaftswachstums.“

Berlin/FrankfurtDer deutschen Wirtschaft droht laut der Bundesbank nach einem Zwischenhoch im Frühjahr bereits im Sommer wieder die Puste auszugehen. Die „Hinweise auf eine Beruhigung des Wirtschaftswachstums“ hätten sich verstärkt, schrieb die Notenbank am Montag in ihrem aktuellen Monatsbericht. „So kamen von den Aufträgen in den Monaten April und Mai keine nennenswerten Impulse für die Industrie.“

Zudem zögerten die Unternehmen mit Neueinstellungen. „Die Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft nach dem witterungsbedingt schwachen Start in das Jahr 2013 im zweiten Vierteljahr kräftig expandiert hat, wird durch die aktuellen Konjunkturindikatoren bestätigt“, so der Bericht weiter. Positiv sei jedoch, dass die Unternehmen Umfragen zufolge wieder mit mehr Zuversicht in die Zukunft blickten.

Für das zweite Quartal 2013 erwartet die Bundesbank dagegen ein kräftiges Plus. „Wichtige Wachstumsbeiträge dürften im zweiten Vierteljahr von der Industrie und der Bauwirtschaft gekommen sein“, hieß es. „Die Produktionsausfälle des ersten Quartals wurden zügig ausgeglichen.“

Zu Jahresbeginn hatte der lange Winter weite Teile der Wirtschaft beeinträchtigt, weshalb das Bruttoinlandsprodukt nur um 0,1 Prozent zulegte. Für das zweite Quartal sagen von Reuters befragte Ökonomen ein Plus von 0,6 Prozent voraus. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine erste Schätzung im August. Von Juli bis September soll sich das Wachstum den Ökonomen zufolge auf 0,4 Prozent verringern.

In dem Monatsbericht dringt die Bundesbank außerdem auf Änderung der EU-Verträge als stabile Grundlage für die ab Herbst 2014 geplante einheitliche Bankenaufsicht. Die Überwachung der Geldinstitute bei der Europäischen Zentralbank (EZB) anzusiedeln, erlaube zwar den notwendigen zügigen Einstieg in die neue Aufsicht, schreibt die Bundesbank. „Diese Rechtsgrundlage ist aber mit einer Reihe von Nachteilen behaftet.“ Die Politik sollte daher „zügig eine Änderung der europäischen Verträge in Angriff nehmen, die eine solide rechtliche Basis für eine europäische Bankenaufsicht schafft“.

Kommentare (6)

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citrus

22.07.2013, 12:23 Uhr

Herr Weidmann, ob das wohl mit Mutti abgesprochen ist??? Der Beginn einer Rezession passt der Spionagechefin doch wohl gar nicht in den Kram, so kurz vor den Wahlen.

Kopfschuettler

22.07.2013, 12:29 Uhr

Handelsblatt am 20.07.2013:

"Bundesbankchef Weidmann sieht Wirtschaft im Aufwind"

Handelsblatt am 22.07.2013:

"Deutsche Wirtschaft verliert im Sommer an Schwung"

Ja was denn nun?!!!!

Das soll eine Wirtschaftszeitung zein?!!!

Setzen, Sechs!!!

Kopschüttel!

Account gelöscht!

22.07.2013, 13:22 Uhr

Aber ein wenig irritiert darf man doch wohl sein?
Wird man doch von seiten der Bundesbank im Rahmen
eines Berichts mit politischen Forderungen der
ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND
konfrontiert.

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