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17.12.2013

18:25 Uhr

Bundesbank-Vizepräsidentin

Regierung schlägt Lautenschläger für EZB-Spitze vor

Die Bundesregierung nominiert Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von Jörg Asmussen im Direktorium der EZB. Asmussen wechselt in das Bundesarbeitsministerium. Über die Nachfolge entscheidet endgültig aber der EU-Rat.

Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger. Seit Jahren ist die 49-jährige Juristin in der Bankenaufsicht tätig. Reuters

Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger. Seit Jahren ist die 49-jährige Juristin in der Bankenaufsicht tätig.

BerlinDie Bundesregierung hat Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von Jörg Asmussen im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen. Das verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin. Das neue schwarz-rote Bundeskabinett unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) war am Nachmittag zur ersten Beratung zusammenkommen.

Die Nachfolge wird nötig, weil Asmussen als Staatssekretär in das Bundesarbeitsministerium wechselt. Die Nominierung Lautenschlägers kommt nicht überraschend. Sie galt bereits am Wochenende als aussichtsreichste Kandidatin Deutschlands. Die 49-jährige Juristin ist seit Jahren in der Bankenaufsicht tätig. Asmussen gibt den Posten bei der EZB vorzeitig auf. Der SPD-Politiker begründet den Wechsel mit familiären Gründen. Seine Frau und Kinder leben in Berlin.

Deutschland steht nicht automatisch ein Sitz im sechsköpfigen EZB-Direktorium zu. Es gilt aber als ausgemacht, dass die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone in dem Spitzengremium vertreten ist. Mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist Deutschland zudem im EZB-Rat, dem obersten Beschlussorgan der Notenbank, vertreten.

Die Kandidatur ist nur der erste Schritt. Endgültig entscheiden wird der EU-Rat der Staats- und Regierungschefs - auch nach Anhörungen des EU-Parlaments und der EZB. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte eine Nominierung Lautenschlägers unterstützt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Mazi

17.12.2013, 19:29 Uhr

Viel Erfolg, Frau Lautenschläger!

Deutschland trägt die Hauptlast und es wichtig für Deutschland in der EZB mit Kompetenz aufzuwarten.

Der Fall Asmussen ist abgehakt und der Blick geht nach vorn. Jetzt liegt es an ihr sich in der EZB mit einem Katzentisch sich zu begnügen oder gemäß dem Gewicht der Haftung Deutschlands ihren Platz einzufordern.

Account gelöscht!

17.12.2013, 19:30 Uhr

Die Bundesregierung nominiert Sabine Lautenschläger als Nachfolgerin von Jörg Asmussen im Direktorium der EZB vor.

Über welche Qualifikationen verfügt sie denn? Sie ist gelernte Juristin!

Account gelöscht!

17.12.2013, 19:34 Uhr

Sie wird sich wohl mit dem "Katzentisch" begnügen müssen, denn Malta hat das gleiche Stimmrecht wie Deutschland.

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