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25.04.2012

11:28 Uhr

Bundesbank-Vorstand

Zentralbank-Hilfen müssen Ausnahme bleiben

Zentralbank-Hilfen werden immer mehr reguläre Quelle der Banken-Finanzierung. Das könne jedoch nicht ewig so weitergehen, sagt Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret und warnt vor der Förderung untragbarer Geschäftsmodelle.

Das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Andreas Dombret. dapd

Das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Andreas Dombret.

BerlinDie Zentralbanken finanzieren nach den Worten von Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret immer mehr die Banken. „Sie dienen jetzt zunehmend als reguläre Quelle der Banken-Finanzierung, wodurch private Investoren ersetzt oder verdrängt werden könnten“, sagte Dombret laut Redemanuskript am Mittwoch in Berlin. Dies könne die Finanzstabilität gefährden, falls Banken und Investoren untragbare Geschäftsmodelle verfolgten.

Die Hilfen der Zentralbanken werden Dombret zufolge nicht zur „neuen Normalität“ werden. „Banken, Investoren und Regierungen müssen sich dessen völlig bewusst sein“, sagte der Bundesbanker. „Zentralbanken können nicht tolerieren, dass ihre gut gemeinten Notfallmaßnahmen zu einer Verzögerung der notwendigen Anpassungen im Finanzsektor oder einer verschleppten Konsolidierung und Reformanstrengung unter Regierungen führen.“

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Banken um den Jahreswechsel mehr als eine Billion Euro für drei Jahre zum Zins von aktuell einem Prozent bereitgestellt. Sie wollte damit eine Kreditklemme vermeiden, weil sich die Banken untereinander nicht im gewohnten Maße Geld leihen.

Von

rtr

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