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10.09.2014

10:23 Uhr

Bundesregierung

Aufschwung geht in gemäßigtem Tempo weiter

Aufgrund der vielen internationalen Krisenherde sagt die Bundesregierung der deutschen Wirtschaft lediglich ein schleppendes Wachstum voraus. Zu Beginn des dritten Quartals habe es „Signale einer Belebung“ gegeben.

Strommasten bei Pulheim: Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten nur schleppend wachsen. dpa

Strommasten bei Pulheim: Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten nur schleppend wachsen.

BerlinDie Bundesregierung traut der deutschen Wirtschaft wegen der vielen internationalen Krisenherde derzeit bestenfalls ein langsames Wachstum zu. „Wenn es die geopolitischen Entwicklungen erlauben und die Verunsicherung in der Wirtschaft nachlässt, wird sich der Aufschwung in gemäßigtem Tempo fortsetzen“, schrieb das Bundeswirtschaftsministerium in seinem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht. „Die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind insgesamt weniger günstig als bisher angenommen.“

Russland und die großen Schwellenländer in Lateinamerika befänden sich in einer Schwächephase. „Die chinesische Wirtschaft wächst, aber nicht so reibungslos wie erhofft“, so das Ministerium. Auch die Erholung der Euro-Zone komme nicht voran. Anlass zur Hoffnung gebe dagegen der robuste Binnenmarkt. „Der Arbeitsmarkt ist stabil, die Einkommen steigen und der Konsum stützt die Konjunktur.“

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal überraschend um 0,2 Prozent geschrumpft. Zu Beginn des dritten Quartals habe es „Signale einer Belebung“ gegeben. So wurden im Juli erstmals in einem Monat Waren im Wert von mehr als 100 Milliarden Euro ausgeführt, wozu allerdings auch der ungewohnt späte Ferienbeginn beitrug. Für 2014 rechnet die Bundesregierung bislang mit einem Wachstum von 1,8 Prozent, während viele Banken-Ökonomen ihre Prognosen mittlerweile auf etwa 1,5 Prozent gesenkt haben.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr reiner tiroch

10.09.2014, 15:05 Uhr

Signale einer Bewegung? eher die letzten Zuckungen, gell?

Herr Manfred Zimmer

11.09.2014, 09:27 Uhr

"Aufschwung geht in gemäßigtem Tempo weiter"

Tolle Formulierung. Die erinnert mich an das "negative Wachstum" - Hauptsache Wachstum!

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