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02.01.2008

07:41 Uhr

Business Monitor

Deutschland ist Europas Liebling

VonDorit Marschall

ExklusivDeutschland startet als wettbewerbsfähigstes Land der großen Volkswirtschaften Europas in das neue Jahr. Das ergibt eine exklusive Umfrage unter Spitzenmanagern aus sechs europäischen Nationen. Warum die deutsche Wirtschaft bei der Erhebung punkten konnte.

Europas Führungskräfte trauen derzeit nur China in puncto Wettbewerbsfähigkeit mehr zu als Deutschland. Foto: dpa dpa

Europas Führungskräfte trauen derzeit nur China in puncto Wettbewerbsfähigkeit mehr zu als Deutschland. Foto: dpa

FRANKFURT. Unter den zehn im Rahmen des "Handelsblatt Business-Monitor International" betrachteten Wirtschaftsräumen liegt Deutschland im weltweiten Vergleich mit der Schweiz auf Rang zwei - nur China schätzen Europas Führungskräfte als wettbewerbsfähiger ein.

Weit mehr als die Hälfte aller rund 1 200 im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. befragten Top-Manager (59 Prozent) hält die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands für "sehr gut" oder "gut" und gibt der Bundesrepublik auf einer Skala von eins (sehr gut) bis fünf (sehr schlecht) eine Durchschnittsbewertung von 2,3. Dieses positive Urteil fällten im Jahr 2003 nur 13 Prozent der Befragten. Seither hat sich das Ansehen des Standorts Deutschland in den Augen der Manager Jahr für Jahr um insgesamt mehr als einen Notenpunkt gesteigert.

"Die deutsche Wirtschaft ist in den letzten Jahren in der Tat stets wettbewerbsfähiger geworden - vor allem dank der Unternehmen, aber auch dank der Tarifvertragsparteien und der Politik", unterstreicht der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Bert Rürup. Die Unternehmen hätten durchweg ihre Organisationsstrukturen neu aufgestellt und gemeinsam mit den Gewerkschaften moderate und flexible Tarifabschlüsse vereinbart. Schon die rot-grüne Regierung habe den Arbeitsmarkt flexibler gemacht, und die Große Koalition erhöhe jetzt die steuerliche Standortattraktivität.

Ein weiteres Indiz für die Belebung der deutschen Wirtschaft: Nach Handelsblatt-Berechnungen sind die 30 größten deutschen börsennotierten Konzerne erstmals mehrheitlich im Besitz ausländischer Investoren. Ihr Anteil wuchs von 20 Prozent im Jahr 2005 auf nunmehr 53 Prozent. Ausländer honorieren damit, dass deutsche Konzerne über ihre hohe Exportquote stärker als Wettbewerber vom weltweiten Aufschwung profitieren. "Das zeigt, wie - in den Augen ausländischer Investoren - wettbewerbsfähig diese deutschen Unternehmen mittlerweile sind, aber auch, dass ein Misstrauen gegenüber dem Dollar besteht", sagt Ökonom Rürup.

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