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04.02.2004

14:33 Uhr

Business-Monitor

Unternehmen sehen Euro-Aufwertung gelassen

Die große Mehrheit der deutschen Unternehmen kann mit dem Höhenflug des Euros gut leben - dies zeigt der Handelsblatt Business-Monitor, eine repräsentative Umfrage unter 850 Top-Managern.

DÜSSELDORF. Nur rund jede sechste Führungskraft (17%) befürchtet, dass die Aufwertung der Gemeinschaftswährung für ihr eigenes Unternehmen starke oder sehr starke negative Folgen haben wird. Für die große Mehrheit (60%) der Betriebe spielt die Wechselkurs-Entwicklung gar keine oder nur eine sehr geringe Rolle, weitere 23% schätzen die Auswirkungen als eher gering ein. Die Manager sehen auch die Auswirkungen auf die deutschen Exporte insgesamt gelassener als vor einem Jahr, zeigt die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Psephos im Auftrag des Handelsblatts (Donnerstagausgabe) und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

Während Anfang 2003 noch 58% der Manager damit rechneten, dass der Euro-Höhenflug die Ausfuhren stark oder sehr stark bremsen dürfte, sind inzwischen nur noch 47% dieser Meinung. Die Mehrheit der Top-Manager (52%) geht inzwischen von geringen bis gar keinen Auswirkungen für die deutschen Exporte aus. Gut jeder zweite Top-Manager (54%) ist daher auch der Auffassung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf den Kursanstieg der Gemeinschaftswährung nicht reagieren sollte. Vor allem Interventionen auf den Devisenmärkten sehen die Führungskräfte skeptisch - nur 15% würden sie begrüßen.

Jeder dritte Manager 35% meint, die EZB solle der Euro-Aufwertung mit einer Senkung der Leitzinsen begegnen. Ein Grund für die Gelassenheit ist, dass die meisten Manager nicht mit einer Fortsetzung des Euro-Höhenflugs rechnen: Nur jeder zehnte Befragte erwartet, dass die Gemeinschaftswährung zum Jahresende über 1,30 US-Dollar notieren wird. 29% rechnen mit einem Kurs in dieser Größenordnung, eine Mehrheit von 58% sieht den Euro Ende 2004 unter 1,30 US-Dollar.

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