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26.01.2016

15:49 Uhr

Chinas Stahlindustrie

Großangelegte Entlassungen erwartet

Chinas Stahlsektor wird umgebaut: Die Senkung der Produktionskapazitäten könnte bis zu 400.000 Menschen ihre Jobs kosten. Nun soll für die Betroffenen ein Fonds über mehrere Milliarden Euro aufgelegt werden.

Ein Arbeiter steht inmitten von Stahlrollen auf einem Verladeplatz in Shenyang. dpa

Stahlproduktion in China

Ein Arbeiter steht inmitten von Stahlrollen auf einem Verladeplatz in Shenyang.

ManilaDer geplante Umbau der chinesischen Stahlindustrie gefährdet einem Medienbericht zufolge Hunderttausende Jobs. Die Senkung der Produktionskapazität um 100 bis 150 Millionen Tonnen könne bis zu 400.000 Arbeitsplätze kosten, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

„Großangelegte Entlassungen im Stahlsektor könnten den sozialen Frieden gefährden“, wird der Chef des Planungs- und Forschungsinstituts der metallurgischen Industrie, Li Xinchuang, zitiert. Um das für die Betroffenen abzufedern, soll ein Fonds aufgelegt werden.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Experten des Finanzhauses Shenwan Hongyuan schätzen, dass dieser mit umgerechnet etwa 6,6 Milliarden Euro gefüllt werden könnte. Chinas Stahlsektor ist der größte der Welt. Analysten schätzen die Überkapazität auf etwa 300 Millionen Tonnen, was etwa dem dreifachen Jahresausstoß der Nummer zwei Japan entspricht.

Von

rtr

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