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09.06.2015

11:05 Uhr

Chinas Wirtschaft

Inflation in China steigt langsamer als erwartet

Die Verbraucherpreise in China sind im Vergleich zum Vorjahresmonat nur leicht gestiegen. Die Inflation bleibt Experten zufolge auch erstmal niedrig. Das könnte nun zu Lockerungen bei der Geldpolitik führen.

Die Inflation in China bleibt weiter niedrig. Die Lebenshaltungskosten sind langsamer gestiegen als erwartet. Reuters

Supermarkt in Shanghai

Die Inflation in China bleibt weiter niedrig. Die Lebenshaltungskosten sind langsamer gestiegen als erwartet.

ShanghaiDie Lebenshaltungskosten sind in China im Mai langsamer gestiegen als erwartet. Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass der geringe Preisdruck zu weiteren Zinssenkungen und anderen Lockerungen der Geldpolitik führen könnte.

Die Verbraucherpreise legten nur um 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie die Statistikbehörde am Dienstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 1,3 Prozent gerechnet. Die Entwicklung spricht für eine sich abkühlende Wirtschaft. Denn im April hatte die Teuerungsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen.

Andrew Polk, Ökonom beim Institut Conference Board in Peking, erwartet nun neben weiteren Zinssenkungen auch mehr Ausgaben der Regierung. Auch Xie Dongming von der OCBC Bank rechnet damit, dass die Zentralbank der Wirtschaft weiter unter die Arme greifen dürfte.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

„Die Inflation bleibt wahrscheinlich weiter niedrig.“ Dies schaffe Spielraum, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Die Behörden hatten deshalb zuletzt mehrfach die sogenannten Mindestreserveanforderungen der Banken gelockert: Die Institute müssen also weniger Kapital vorhalten und können somit mehr Darlehen ausreichen.

Nach einem jahrelangen Boom kühlt sich das Wachstum in der Volksrepublik immer deutlicher ab. Die Regierung strebt in diesem Jahr ein Plus von sieben Prozent an. 2014 hatte es noch zu 7,4 Prozent gereicht. Das war schon der kleinste Zuwachs seit einem Vierteljahrhundert.

Von

rtr

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