Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2012

15:58 Uhr

Dämpfer für Konjunktur

Amerikas Einzelhandel bricht ein

Das ist ein schlechtes Vorzeichen für die US-Konjunktur. Zum zweiten Mal in Folge sind die Einzelhandelsumsätze gesunken. Die Amerikaner werden vorsichtig. Dabei sind die USA auf einen starken Konsum angewiesen.

Wo sind nur die Kunden hin? Der US-Einzelhandel klagt über rückläufige Umsätze. Ein schlechtes Zeichen für die Konjunktur. AFP

Wo sind nur die Kunden hin? Der US-Einzelhandel klagt über rückläufige Umsätze. Ein schlechtes Zeichen für die Konjunktur.

WashingtonDie US-Einzelhändler haben den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Im Mai hatten sie 0,2 Prozent weniger in den Kassen als im April, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit diesem Rückgang gerechnet.

Die frischen Anzeichen für eine Schwäche der US-Konjunktur haben die Kurse an der Wall Street zu Handelsbeginn zweitweise ins Minus gedrückt. Die Daten versetzten dem ohnehin angeschlagenen Vertrauen einen weiteren Stoß, sagte Todd Schoenberger von der BlackBay Group. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. "Die Verbraucher halten sich zurück", sagte Michael Brown, Ökonom bei Wells Fargo, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Das sind die wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt

Platz 1

Hongkong

Platz 2

USA

Platz 3

Schweiz

Platz 4

Singapur

Platz 5

Schweden

Platz 6

Kanada

Platz 7

Taiwan

Platz 8

Norwegen

Platz 9

Deutschland

Platz 10

Katar

Quelle

IMD-„World Competitiveness Ranking“ 2012.

Die Schweizer Business-School IMD veröffentlich seit 1989 jährlich ihr Wettbewerbsranking. Dazu befragen die Wissenschaftler mehr als 4200 internationale Geschäftsleute. Die Länder werden nach über 300 Kriterien bewertet.

Klammert man den Autosektor aus, fielen die Umsätze allerdings um 0,4 Prozent und damit so stark wie seit zwei Jahren nicht. Die sinkenden Benzinpreise sorgten dafür, dass die Umsätze an den Tankstellen überdurchschnittlich um 2,2 Prozent zurückgingen. Die Daten seien durchweg keine guten Nachrichten, sagte ING-Analyst Rob Carnell. "Die Verbraucher bleiben recht vorsichtig", ergänzte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital.

Immerhin: Der Inflationsdruck in den USA nimmt wegen sinkender Ölpreise ab. Nach den Einfuhrpreisen sanken im Mai auch die Erzeugerpreise deutlich, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Die Preise ab Fabriktor fielen um 1,0 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit Juli 2009 nicht mehr. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Minus von 0,6 Prozent erwartet. Hauptgrund für die Entwicklung war der Rückgang der Energiepreise um 4,3 Prozent. "Der bis vor kurzem von den Energiepreisen ausgehende Aufwärtsdruck kehrt sich allmählich ins Gegenteil um", sagte Postbank-Ökonom Heinrich Bayer. "Der Druck in der Preispipeline lässt aktuell rasch nach."

Wegen sinkender Preise für Öl und Lebensmittel hatten sich im Mai auch die Einfuhren in die USA um ein Prozent verbilligt und damit so stark wie zuletzt im Juni 2010.





Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

13.06.2012, 16:47 Uhr

So ein Mist, wohin exportieren wir dann?

schwelle

13.06.2012, 16:50 Uhr

Natürlich in die immer, die ewig aufsteigenden Schwellenländer! Die sind doch etwa in 1950, also noch 40 Jahre Aufschwung von jährlich mindestens 8%, immer im willkürlich gesetzt 5-jährigen Durschnitt. Aber, diese Schwelle haben "netshadow" offenbar noch nicht genommen oder geöffnet.

bjarki

13.06.2012, 16:51 Uhr

wenn Bernanke nicht waere, haette die USA jetzt eine satte Deflation. Aber das ist hoehere Mathematik, das versteht von den Eurorettern keiner. Die Zahlen sollten noch ein bischen anhalten ( die schlechten), dann waere Obama mit seinem Semisozialismus bald Geschichte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×