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13.04.2017

12:26 Uhr

Dank starker US-Nachfrage

Chinas Exporte steigen kräftig

Die chinesische Konjunktur befindet sich weiter im Aufwind. Die Exporte des Landes stiegen zuletzt kräftig an – dies ist unter anderem auf die gestiegene US-Nachfrage zurückzuführen.

Das Containerschiff CSCL Atlantic Ocean der China Shipping Container Lines transportiert unzählige Container. dpa

Containerschiff

Das Containerschiff CSCL Atlantic Ocean der China Shipping Container Lines transportiert unzählige Container.

PekingExportweltmeister China ist in überraschend guter Form: Die Ausfuhren wuchsen im März wegen des brummenden US-Geschäfts so kräftig wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent, wie die Zollbehörde am Donnerstag mitteilte. „Es gibt zunehmend Hinweise auf eine Belebung der Weltkonjunktur“, erklärte der Chef der staatlichen Agentur für Wirtschaftsplanung, Yan Pengcheng, die unerwartet gute Entwicklung. Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 3,2 Prozent gerechnet. Vor allem die Nachfrage aus den USA zog an: Die Exporte auf Chinas wichtigsten Absatzmarkt legten um fast ein Fünftel zu.

Die Importe von China nahmen sogar um 20,3 Prozent zu. Dennoch steht unter dem Strich ein Exportüberschuss in Höhe von umgerechnet fast 24 Milliarden Dollar. Im Februar war noch ein Defizit ausgewiesen worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Volksrepublik vor seinem Amtsantritt der Währungsmanipulation bezichtigt, mit deren Hilfe sich China Vorteile auf den Weltmärkten erschleiche. Davon rückte er nun ab. „Sie sind keine Währungsmanipulatoren“, sagte Trump dem „Wall Street Journal“.

China: Industrie auf Mehrjahreshoch

China

Industrie auf Mehrjahreshoch

Die Industrieproduktion in China befindet sich aktuell - mit einem Einkaufsmanagerindex von 51,8 Punkten im März - auf dem höchsten Stand seit April 2012. Vorherige Schätzungen sagten einen Anstieg von 51,7 Punkten voraus.

Die Regierung in Peking verzichte seit einigen Monaten darauf, sich über die Bewertung der Landeswährung Yuan einen Vorteil zu verschaffen. Dies werde sich auch im halbjährlichen Bericht des US-Finanzministeriums niederschlagen. Der Zeitung zufolge begründete Trump seinen Sinneswandel damit, dass der Manipulationsvorwurf die Verhandlungen mit China über eine Lösung im Atomstreit mit Nordkorea gefährden könnte.

Die guten Außenhandelsdaten stützen die Prognose von Ökonomen, dass die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal ihr Tempo gehalten und erneut um 6,8 Prozent gewachsen ist. China profitierte angesichts der Konjunkturabkühlung nach jahrelangem Boom zuletzt von staatlichen Investitionen in die Infrastruktur. Auch der Bauboom kurbelt die Wirtschaft an. Das Statistikamt veröffentlicht die Daten am kommenden Montag. Die Regierung rechnet für dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent, nachdem es 2016 mit 6,7 Prozent das kleinste Plus seit 26 Jahren gab.

Von

rtr

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