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20.01.2006

18:00 Uhr

Daten für Januar

Stimmung der US-Verbraucher bessert sich

Stabile Energiepreise, eine verbesserte Lage am Arbeitsmarkt und deutliche Kursanstiege an der Wall Street haben die Stimmung der US-Verbraucher im Januar deutlich aufgehellt. Auch in Deutschland nahm die Kauflust zu.

HB NEW YORK. Nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan stieg der Index des Verbrauchervertrauen in den USA auf 93,4 Punkte von 91,5 Zählern im Dezember, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 92,5 Stellen gerechnet.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. In den jüngsten Jahren gab es allerdings manchmal Abweichungen zwischen der Stimmung und dem Kaufverhalten der Verbraucher. Trotz gelegentlichen Rückgangs des Verbrauchertrauens stiegen die Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA ausmachen, ständig.

Viele Verbraucher in den USA hätten das noch immer niedrigere Zinsniveau genutzt und Anschaffungen auf Kredit getätigt, sagten Volkswirte. Ihre Kaufneigung sei auch dadurch gestärkt worden, dass die Heizölpreise wegen eines bislang milden Winters im Januar gesunken seien. Außerdem kamen positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt. In der Woche zum 14. Januar fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit April 2000. Zur guten Stimmung trug auch der Aufwärtstrend der US-Börse bei, der sich über den Jahreswechsel fortgesetzt hat. So stieg der Standard & Poor's-Index, in dem die Aktien von 500 Großunternehmen gelistet sind, allein in der ersten Januar-Hälfte um 2,9 Prozent.

In Deutschland stieg der von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Konsumklima-Indikator im Januar auf 3,9 von 3,4 im Vormonat. Wesentliche Komponente des Konsumklimas sind hier die Anschaffungsneigung und Konjunkturerwartung. Die Daten fließen in den Klima-Indikator für die EU und Eurozone der Kommission ein, der erst später veröffentlicht wird.

Die Belebung des privaten Konsums und ein weiter starker Export werden das deutsche Wirtschaftswachstum nach Auffassung der Regierung im laufenden Jahr auf 1,4 Prozent ansteigen lassen.

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