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30.01.2004

17:30 Uhr

Der Arbeitsmarkt bleibt das Sorgenkind

US-Wirtschaftswachstum enttäuscht Finanzmärkte

Die gebremste Kauflust der Verbraucher hat das Wachstumstempo der US-Wirtschaft Ende des vergangenen Jahres überraschend stark gedrosselt. Im Schlussquartal 2003 blieb der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sowohl deutlich hinter dem Wert der vorangegangenen drei Monate als auch hinter den Erwartungen von Experten zurück.

HB WASHINGTON. Volkswirte sprachen aber von einer immer noch beachtlichen Wachstumsrate, die eine fortgesetzte Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft erwarten lasse. Es sei allerdings weiterhin fraglich, ob diese kräftig genug sei, um dem Arbeitsmarkt wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Finanzmärkte reagierten am Freitag enttäuscht auf die BIP-Daten. Nach Veröffentlichung überraschend starker Zahlen zur Entwicklung der Industrie und zum Konsumklima erholten sich die US-Börsen und der Dollar aber wieder etwas. Das US-BIP stieg im vierten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 4,0 Prozent, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Die Wachstumsrate war damit weniger als halb so hoch wie im dritten Quartal, als der Anstieg vor allem dank milliardenschwerer Steuersenkungen 8,2 Prozent betrug, und lag zudem deutlich unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 4,8 Prozent.

Deutlich verlangsamtes Wachstum bei Konsumausgaben

„Es ist immer noch eine beachtliche Wachstumsrate, und Einzelheiten zeigen, dass die Erholung auf gutem Weg ist“, sagte Lara Rhame, Volkswirtin bei Brown Brothers Harriman & Co. Ken Mayland von Clearview Economics LLC wies darauf hin, dass die Belebung der Produktion zunehmend vom Lageraufbau und den Exporten der Industrie getragen werde und weniger von den Verbraucherausgaben, die in den USA zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. Nach den Worten von Commerzbank-Experte Patrick Franke war vor allem der Lageraufbau schwächer als erwartet. Hier könnten die Daten allerdings noch deutlich nach oben korrigiert werden.

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