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07.06.2012

14:12 Uhr

Der Krise zum Trotz

Britische Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die britische Notenbank bleibt wie erwartet bei ihrem Kurs und belässt den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Auch die Staatsanleihenkäufe werden trotz Rezession nicht ausgedehnt.

Großbritanniens Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht, als erwartet. Der Leitzins bleibt dennoch, wo er ist. Reuters

Großbritanniens Wirtschaft ist tiefer in die Rezession gerutscht, als erwartet. Der Leitzins bleibt dennoch, wo er ist.

LondonTrotz Krise lässt die Bank von England die Notenpresse nicht noch schneller rotieren. Der Schlüsselzins für die Versorgung der britischen Banken und des Finanzplatzes London bleibe bei 0,5 Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag nach einer Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses mit. Das Volumen der Staatsanleihenkäufe werde zudem nicht über den bislang beschlossenen Umfang von 325 Milliarden Pfund ausgedehnt.

Die Notenbanker um Zentralbankgouverneur Mervyn King stecken in einem Dilemma: Einerseits liegt die Inflationsrate auf der Insel trotz einer jüngsten Abschwächung auf drei Prozent noch immer weit über der Zielmarke. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 rechnet die Notenbank damit, dass der Preisdruck wieder die Stabilitätsgrenze von zwei Prozent erreicht. Andererseits ist die Wirtschaft zu Jahresbeginn noch tiefer in die Rezession gerutscht und könnte Konjunkturspritzen gut vertragen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte der BoE vor diesem Hintergrund empfohlen, den rekordniedrigen Leitzins noch weiter abzusenken.

Einen Hoffnungsschimmer lieferten allerdings Umfragedaten des Markit-Instituts unter Einkaufsmanagern für den in Großbritannien dominierenden Dienstleistungssektor: Der Bereich hielt sich demnach im Mai auf dem Wachstumsniveau des Vormonats, obwohl Experten mit einer leichten Abschwächung gerechnet hatten. Die Industrie ist hingegen weiter im Sinkflug: Der entsprechende Markit-Einkaufsmanager-Index fiel jüngst auf ein Dreijahrestief.

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