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29.12.2014

15:41 Uhr

Deutsche Konjunktur

Bundesregierung sieht Ölpreisverfall positiv

Deutschlands Konjunktur kommt der Ölpreisverfall zugute, das zumindest glaubt die Bundesregierung – ohne allerdings Zahlen zu nennen. Manche Experten sehen das allerdings deutlich anders.

Der Ölpreisverfall hat laut Bundesregierung auch positive Auswirkungen wie das ankurbeln der deutschen Konjunktur. dpa

Der Ölpreisverfall hat laut Bundesregierung auch positive Auswirkungen wie das ankurbeln der deutschen Konjunktur.

BerlinDer zuletzt rückläufige Ölpreis verbessert nach Einschätzung der Bundesregierung die konjunkturellen Aussichten für die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr. „Grundsätzlich kann man schon sagen, dass sich der gesunkene Ölpreis auf das wirtschaftliche Wachstum voraussichtlich positiv auswirken wird“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag.

In Zahlen fassen wollte sie das aber im Vorfeld des Jahreswirtschaftsberichts nicht. Er steht mit neuen Prognosen Ende des nächsten Monats zur Veröffentlichung an. Die jüngsten, zumeist zuversichtlicheren Schätzungen von Wirtschaftsforschungsinstituten zur deutschen Konjunktur nannte sie „nach erster Einschätzung nicht völlig unplausibel“.

Das Magazin „Der Spiegel“ hatte am Wochenende unter Berufung auf ein internes Papier aus dem Wirtschaftsministerium berichtet, die Regierung rechne als Folge des niedrigeren Ölpreises mit einem deutlichen Wachstumsschub. Demnach könnte die deutsche Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um 0,2 bis 0,3 Prozent nach oben getrieben werden.

Das Ministerium gehe von einer länger anhaltenden Niedrigpreisphase beim Öl aus und erwarte, dass Deutschland im kommenden Jahr rund zwölf Milliarden Euro oder fast 25 Prozent weniger an die Ölförderländer überweisen werde als 2014.

Der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Dennis Snower, warnte dagegen vor gravierenden Risiken für die Weltkonjunktur infolge des Ölpreisverfalls. Die Krise in Förderländern wie Russland, Venezuela und Iran könne andere Schwellenländer anstecken.

Eine Reihe von Forschungsinstituten hatten in den letzten Wochen ihre Wachstumsschätzungen für Deutschland angehoben. So rechnet das Ifo-Institut inzwischen mit 1,5 Prozent Zuwachs im nächsten Jahr. Im gemeinsamen Herbstgutachten der Institute, an dem die Ifo-Experten beteiligt waren, war noch von einem Plus von lediglich 1,2 Prozent die Rede gewesen.

Die Bundesregierung geht in ihrer Herbstprognose von Wachstumsraten von 1,2 Prozent in diesem und 1,3 Prozent im nächsten Jahr aus.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

29.12.2014, 15:55 Uhr

Deutschlands Konjunktur kommt der Ölpreisverfall zugute, das zumindest glaubt die Bundesregierung – ohne allerdings Zahlen zu nennen. Manche Experten sehen das allerdings deutlich anders.

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Durch HARTZ 4 steigt die Kauflust der Deutsche ?

Und dass Erdöl billiger wird ist gut...

da Gas kosten an Öl kosten gekoppelt sind...

und Erdöl billiger wird...

sparen die Jobcenter eine enorme Summe an Heizkosten für die Hartz 4 Bezieher.

Na dann ... alles Wunderbar...prost Neujahr.

Wann und wo ist nächstes Jahr der Aufschwung da ???

teilt es uns alle mit in der " EU " dann gehen wir

alle 500 Millionen EU-Bürger auch zur Party.















Account gelöscht!

29.12.2014, 16:32 Uhr

Deutschland ist immer noch keine Insel (geworden).

Weil der Ölpreisverfall Unsicherheit gebiert - und zwar weltweit - halten sich alle Unternehmen und auch die Privaten mit Investitionen zurück.

Zweimal schon - erst Fracking und nun der weitere Preisverfall - hat alle auf Energiepreisen beruhenden Kalkulationen verworfen.
Damit verbundene gigantische Verluste bei den Unternehmen sind noch nicht verarbeitet, mitunter nicht einmal in den Bilanzen.

Wer da von Rückenwind spricht, hat schlicht keine Ahnung.

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