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24.05.2012

08:42 Uhr

Deutsche Konjunktur

Wachstum statt Euro-Krise

Die deutsche Wirtschaft wächst trotz sinkender Investitionen. Die Unternehmen exportieren eifrig, die Menschen strömen in die Geschäfte. Das BIP stieg um einen halben Prozentpunkt - und der Aufschwung hält an.

Die Exporte legten im ersten Quartal um 1,7 Prozent zu. dpa

Die Exporte legten im ersten Quartal um 1,7 Prozent zu.

BerlinTrotz sinkender Investitionen in Maschinen und Immobilien ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal kräftig gewachsen. Boomende Exporte und kauffreudige Verbraucher ließen das Bruttoinlandsprodukt von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal steigen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Ende 2011 war die Wirtschaft noch um 0,2 Prozent geschrumpft - zum ersten Mal seit fast drei Jahren. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von Rezession gesprochen.

„Positive Impulse kamen vor allem von den Exporten“, schrieben die Statistiker. Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen legte um 1,7 Prozent zu. Die privaten Konsumausgaben wuchsen um 0,4 Prozent, während der Staat 0,2 Prozent mehr konsumierte. Das glich schrumpfende Investitionen mehr als aus. Die Unternehmen gaben 0,8 Prozent weniger für Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge aus. In Gebäude wurde sogar 1,3 Prozent weniger investiert, wozu der Wintereinbruch im Februar beigetragen haben dürfte. Schnee und Frost führten zur Unterbrechung der Arbeit auf etlichen Baustellen.

Die deutsche Wirtschaft kann mit einem anhaltenden Aufschwung rechnen. „Der konjunkturelle Aufwind könnte im Frühjahr in der Grundtendenz erhalten bleiben“, schrieb die Bundesbank jüngst in ihrem Monatsbericht. Von der exportabhängigen Industrie dürften wegen der Rezession in vielen Euro-Ländern zwar kaum Impulse kommen. „Ein signifikanter Wachstumsbeitrag ist demgegenüber vom Bau zu erwarten“, sind sich die Bundesbanker sicher. „Die ausgesprochen gute Lage am Bau strahlt überdies auf andere Wirtschaftsbereiche aus.“ Davon dürften insbesondere das Handwerk und baunahe Dienstleister profitieren. „Hinzu kommen Konsumausgaben im Zusammenhang mit dem Bezug neuer Wohnungen und Eigenheime.“

Die Bundesregierung rechnet bislang mit einem Wachstum von 0,7 Prozent für 2012. Die meisten Experten gehen aber inzwischen davon aus, dass wegen des starken Jahresauftakts eine Eins vor dem Komma stehen wird.

Von

rtr

Kommentare (1)

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bjarki

24.05.2012, 16:32 Uhr

...hört sich an, wie die Blitzsiege.

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