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01.06.2012

12:35 Uhr

Deutsche Wirtschaft

Exporte nach Südeuropa brechen ein

Trotz Euro-Krise sind die deutschen Exporte im ersten Quartal gewachsen, Ausfuhren in Nicht-EU-Länder sogar zweistellig. Einzige Ausnahme: die Euro-Krisenländer. Besonders Portugal führt weniger deutsche Waren ein.

Die deutschen Exporte sind im ersten Quartal leicht angestiegen. Einzig die Ausfuhr in Euro-Krisenländer brach ein. dpa

Die deutschen Exporte sind im ersten Quartal leicht angestiegen. Einzig die Ausfuhr in Euro-Krisenländer brach ein.

WiesbadenDie deutschen Ausfuhren in die südlichen Euro-Länder sind im ersten Quartal eingebrochen. Insgesamt lieferten Unternehmen aus der Bundesrepublik zwar Waren im Wert von 276,0 Milliarden Euro ins Ausland, was ein Plus von 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Vor allem die Ausfuhren in die Euro-Krisenländer Italien, Spanien, Portugal und Griechenland seien aber deutlich zurückgegangen.

Die Exporte nach Italien verringerten sich demnach um 7,6 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Spanien seien um 7,8 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zurückgegangen, die nach Portugal um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Exporte nach Griechenland erreichten laut Statistik mit 1,2 Milliarden Euro einen Wert um 9,8 Prozent unter dem des Vorjahresquartals.

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Insgesamt seien die Ausfuhren in die Euro-Länder aber noch leicht um 0,9 Prozent auf 107,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Lieferungen in die 26 EU-Staaten hätten um 2,2 Prozent auf 161,2 Milliarden Euro zugelegt.

Deutlich besser liefen die Geschäfte dem Bundesamt zufolge in Staaten außerhalb der Europäischen Union. Die Exporte in Nicht-EU-Länder nahmen demnach um rund elf Prozent zu und erreichten einen Wert von knapp 115 Milliarden Euro. Wichtigster Handelspartner seien dabei die USA gewesen: Dorthin hätten deutsche Betriebe Waren im Wert von 21,4 Milliarden Euro geliefert, ein Plus um mehr als ein Fünftel.

Neben den Ausfuhren nahmen den Zahlen zufolge auch Einfuhren nach Deutschland im ersten Quartal zu: Die Gesamtimporte stiegen um 4,7 Prozent auf 230,5 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich positiv hätten sich dabei die Lieferungen aus den Niederlanden, Italien und dem Vereinigten Königreich entwickelt. Auch die Importe aus den Erdöl- und Erdgaslieferländern Russland, Nigeria, Norwegen und Kasachstan hätten merklich zugelegt.

Deutlich unter dem Durchschnitt blieben dagegen die Einfuhren aus Frankreich und Spanien. Auch chinesische Betriebe lieferten im ersten Quartal kaum mehr Waren nach Deutschland als ein Jahr zuvor.

Von

afp

Kommentare (9)

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Ellen_Lang

01.06.2012, 12:53 Uhr

Na, wenn die Exporte schon einbrechen, dann gibt's erst längst kein Argument mehr für den Euro für Deutschland.
Deutschland sollte sofort diese Todeszone verlassen!

gespart

01.06.2012, 13:44 Uhr

Nun, etwas weniger target2 und nicht zurückzahlbare Kredite.
Da Deutschland seinen Export in die Krisenstaaten selbst bezahlt, kann man diesen Artikel positiv sehen.

Account gelöscht!

01.06.2012, 14:39 Uhr

Genau so ist es.
Die Exporte, die vielgepriesenen zahlen wir doch letztendlich selbst
Unser ganzes System it mittlerweile auf Lügen aufgebaut und offenbar eine einzige große Luftblase

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