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27.11.2012

11:07 Uhr

Deutsche Wirtschaft

OECD erwartet 2013 nur schwaches Wachstum

Die OECD hat ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft deutlich nach unten korrigiert. Danach legt das Bruttoinlandsprodukt 2013 nur um 0,5 Prozent zu. Die Bundesregierung erwartet ein Plus von 1,0 Prozent.

Diese Container werden im Hamburger Hafen umgeschlagen. dpa

Diese Container werden im Hamburger Hafen umgeschlagen.

BerlinDie Industriestaaten-Organisation OECD ist nicht so optimistisch wie die Bundesregierung. So dämpfen die OECD-Ökonomen ihre Erwartungen an die deutschen Wirtschaft. Ihre Prognose: Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird um 0,5 Prozent zulegen. „Die Konjunktur kühlt sich wegen des schwächeren Welthandels spürbar ab“, hieß es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Ausblick. Eine deutliche Belebung werde es erst 2014 geben. Dann soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent wachsen. Die Bundesregierung erwartet 2013 ein Plus von 1,0 Prozent, im zu Ende gehenden Jahr sollen es 0,8 Prozent sein.

Um den Jahreswechsel herum schrammt Deutschland nur haarscharf an einer Rezession vorbei. Im laufenden vierten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt mit 0,2 Prozent zum ersten Mal seit einem Jahr wieder schrumpfen. Anfang 2013 werde es dann eine Stagnation geben, ehe es im Jahresverlauf eine Rückkehr zu Wachstum geben werde, sagt der Deutschland-Experte der OECD, Andres Fuentes. Ökonomen sprechen bei zwei Minus-Quartalen in Folge von Rezession.

Die größte Gefahr für Europas größte Volkswirtschaft gehe von der Schuldenkrise aus. „Die Krise im Euroraum stellt das Hauptrisiko bei diesem Ausblick dar“, warnt die OECD. „Falls die Spannungen an den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum stark bleiben, werden sich die deutschen Exporte möglicherweise nicht in dem projizierten Ausmaß erholen.“ Dann könnte sich auch die Bilanzlage der inländischen Banken verschlechtern, „was restriktivere Finanzierungsbedingungen zur Folge hätte.“

Dass Deutschland im Unterschied zu der Euro-Zone eine Rezession aber voraussichtlich erspart bleiben dürfte, führt die Organisation für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung auf die robuste Binnennachfrage zurück. „Sie wird von ungewöhnlich niedrigen Zinsen gestützt“, schrieben die Experten. Auch steigende Löhne dürften den Konsum ankurbeln. „Bessere Exportaussichten, ein steigendes Vertrauen und günstigere Finanzierungsbedingungen dürften wiederum den Investitionen Auftrieb geben.“

Dennoch werde die Arbeitslosigkeit leicht zunehmen. Die nach international einheitlichen Standards berechnete Arbeitslosenquote soll in diesem Jahr auf 5,3 Prozent fallen, bis 2014 aber wieder auf 5,6 Prozent steigen. „Der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit ist nach wie vor groß“, hieß es. „Und in einigen Berufen ist ein Fachkräftemangel entstanden, was den Schluss nahe legt, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt angespannt hat.“

Den größten Bremsklotz für die globale Konjunktur bleibt nach Einschätzung der OECD die europäische Schuldenkrise. Trotz aller Maßnahmen, die „den kurzfristigen Druck verringert haben“, bleibe der Währungsraum bis weit ins nächste Jahr in oder nahe einer Rezession – wie die nun vorgelegten Zahlen belegen.

Kommentare (2)

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Volksverdummung

27.11.2012, 11:50 Uhr

Alles Lüge.

"Schwaches Wachstum". Liebes HB, das muß doch ein Irrtum / Tippfehler sein.

Die Schuldenkrise ist doch auch gelöst, oder???



Frank3

27.11.2012, 16:42 Uhr

WER ÜBERALL KAUFKRAFT VERNICHTEN HILFT , will WAS NOCH VERKAUFEN und MASSEN ARBEITEN LASSEN , um MIT KAUFKRAFT und NEBENBEI STEUERN GEZAHLT HABEN SOLLEN ????
Die GELDSELBSTZWECKGELD HABEN SOLLEN JA NICHT STEUER zahlen ENTSPRECHEND ihres GELDZUGEWINNS sondern ÜBER STAATSCHULDEN SICHER VERDIENEN DÜRFEN !!!STAAT BORGT sich BEIM GELDSELBSTZWECKGELD GELD UM DIESES GELD DEM GELDSELBSTWECKGELD DAS RECHT AUF GELDVERDIENEN ZU DIENEN , HÄTTE ABER DAS RECHT DURCH STEUER DAS GELD ZU BEKOMMEN und ZU KAUFKRAFT ZU MACHEN . MÜSSTE NUR EINER STAAT IM KOPF HABEN und NICHT INTERESSENGRUPPE BEDIENEN WOLLEN sondern MENSCHEN .
Frank Frädrich

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