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08.03.2016

16:48 Uhr

Deutscher Arbeitsmarkt

Arbeitsmotor brummt so stark wie seit 1992 nicht mehr

Die Erwerbstätigen in Deutschland haben im vergangenen Jahr fast 59 Milliarden Arbeitsstunden geleistet – so viele wie seit 1992 nicht mehr. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit ist allerdings zurückgegangen.

2015 gab es mit gut 43 Millionen Erwerbstätigen rund 4,75 Millionen mehr als 1992. dpa

Bürogebäude in Frankfurt

2015 gab es mit gut 43 Millionen Erwerbstätigen rund 4,75 Millionen mehr als 1992.

BerlinDie Erwerbstätigen in Deutschland haben 2015 so viel gearbeitet wie seit über 20 Jahren nicht. Sie leisteten nach Berechnungen des IAB-Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit fast 59 Milliarden Arbeitsstunden. Das sei das höchste Volumen seit 1992, teilte das IAB am Dienstag in Nürnberg mit.

Dennoch verbrachten die Erwerbstätigen im vorigen Jahr weitaus weniger Zeit mit Arbeit als noch Anfang der 90er Jahre. 2015 gab es mit gut 43 Millionen Erwerbstätigen rund 4,75 Millionen mehr als 1992. Ihre durchschnittliche Jahresarbeitszeit ging im selben Zeitraum um fast 194 Stunden auf 1371 Stunden zurück.

Im Vergleich zum Vorjahr legte die Arbeitszeit jedoch leicht um 0,3 Prozent zu. Das sei sowohl auf die Zunahme bei den Erwerbstätigen als auch auf den Anstieg bei der Arbeitszeit zurückzuführen, erklärte Enzo Weber vom IAB: „Die Arbeitsmarktentwicklung bleibt auch angesichts der aktuellen weltwirtschaftlichen Schwäche ein Stabilitätsanker.“

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Dabei legte die Vollzeitbeschäftigung 2015 stärker zu als die Teilzeit, deren Anteil an der Gesamtbeschäftigung auf 38,3 Prozent zurückging. Dazu trug laut IAB auch der Rückgang bei den Minijobs bei, der nach Einschätzung vieler Experten mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 zu tun hat.

Von

rtr

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