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04.03.2004

12:03 Uhr

Deutsches Wachstum unterdurchschnittlich

EU: Schlechtestes Jahr seit Euro-Einführung

Seit Einführung der Gemeinschaftswährung hat sich die Wirtschaft nicht derart langsam entwickelt, wie im abgelaufenen Jahr. Dieses teilte die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Dabei sei das Wachstum auf 0,4 Prozent zurückgegangen.

HB BRÜSSEL/LUXEMBURG. In der Euro-Zone hat sich das Wirtschaftswachstum in den zwölf Mitgliedsländern weiter verlagsamt. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag bekannt gab, erreichte die Euro-Zone nach 0,9 % im Vorjahr, lediglich ein Wirtschaftswachstum von 0,4 %. Damit haben die zwölf Euro-Länder 2003 das schlechteste Jahr seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999 verzeichnet, hieß es weiter.

In der EU mit 15 Staaten betrug das Wirtschaftswachstum 0,7 % nach 1,0 % im Vorjahr. Deutschland schnitt nach früheren Angaben des Statistischen Bundesamtes mit minus 0,1 % unterdurchschnittlich ab.

Der im vergangenen Jahr eingeläutete Aufschwung wird sich laut EU-Kommission im laufenden Jahr fortsetzen. Im Euroland sei im 1. und 2. Quartal jeweils ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt in der Spanne von 0,3 % bis 0,7 % möglich, schrieb die EU-Behörde in Brüssel in einer aktuellen Prognose und stützte damit frühere eigene Vorhersagen.

Ende vergangenen Jahres schwächte sich das Wachstum geringfügig ab. Die Wirtschaft im Euro-Gebiet wuchs im 4. Quartal um 0,3 % nach 0,4 % im dritten Quartal, berichtete Eurostat. In der gesamten EU mit 15 Staaten blieb der Wert mit 0,4 % stabil.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Wachstum 0,6 % (Euro-Zone) und 0,9 % (EU). Die Konsumausgaben der privaten Haushalte in der Euro-Zone stagnierten mit einem Wert von 0,1 %. Dagegen wuchsen die Investitionen um 0,6 %. Deutschland erreichte ein Wachstum von 0,2 %. Spitzenreiter in der EU war das nicht zur Euro-Zone gehörende Großbritannien mit 0,9 %. Am unteren Ende der Skala rangierte Griechenland mit einem Minus von 0,3 %.

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