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17.03.2013

14:31 Uhr

Deutschland

Historischer Export-Rekord erwartet

VonThomas Sigmund

ExklusivTrotz der Krise in Europas Süden brummt der deutsche Export. Laut Bundesverband der deutschen Industrie sollen in diesem Jahr alle Rekorde gebrochen werden. Das Vertrauen kehrt zurück.

Container Terminal in Hamburg: 2013 wird ein Jahr der Exportrekorde. dpa

Container Terminal in Hamburg: 2013 wird ein Jahr der Exportrekorde.

BerlinDer Außenhandel wird auch im laufenden Jahr kräftig zulegen, dabei gewinnen die Exporte in außereuropäische Länder weiter an Bedeutung. Das geht aus dem Außenwirtschaftsreport des BDI hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Der Prognose des Wirtschaftsverbandes zufolge steigen die Exporte 2013 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Wir erwarten im beginnenden Aufschwung eine deutliche Belebung der weltweiten Nachfrage nach deutschen Produkten“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber dem Handelsblatt (Montagausgabe).

In Europa habe sich die Lage trotz des unsicheren Wahlausgangs in Italien etwas beruhigt, das Vertrauen nehme langsam zu, sagte Kerber. In den USA werde trotz der Haushaltsdebatte eine weitere Belebung der Konjunktur erwartet. "Auch in China rechnen wir damit, dass der Exportmotor das zuletzt schwache Wachstum wieder auf Touren bringt", sagte Kerber.

Das vom BDI prognostizierte Exportwachstum dürfte der deutschen Wirtschaft einen historischen Rekord bescheren. Denn bereits 2012 war ein Spitzenjahr: Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 1,1 Billionen Euro ausgeführt, mehr als jemals zuvor. Der Anteil deutscher Produkte am Welthandel wurde damit weiter ausgebaut und liegt laut BDI nun bei 8,6 Prozent.
31 Prozent der deutschen Ausfuhren gehen demnach in Länder außerhalb der EU, 2002 waren es noch 20 Prozent. Europa bleibt allerdings der Heimatmarkt der deutschen Exportwirtschaft, acht der zehn wichtigsten Abnehmerländer deutscher Exporte liegen in Europa.

Deutliche Wachstumsimpulse verspricht sich der BDI von der geplanten transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft: Von einem umfassenden Abbau tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse erwarte man konkrete Wachstumsimpulse auf beiden Seiten des Atlantiks. Alleine in Deutschland rechnet der Verband bei einem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit rund 110 000 neuen Arbeitsplätzen.

Kommentare (28)

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Michael

17.03.2013, 14:39 Uhr

Wie sieht es eigentlich mit den Stückzahlen hinter den 1,1Bn€ aus? Oder ist nur die Summe gestiegen?

"Alleine in Deutschland rechnet der Verband bei einem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit rund 110 000 neuen Arbeitsplätzen."
Na da bin ich aber gespannt, wo sie die Plätze finden wollen und wie diese Leute dann bezahlt werden.

Account gelöscht!

17.03.2013, 14:52 Uhr

Wird das auch alles bezahlt, oder wird wieder nur auf dem Bierdeckel angeschrieben ?

popper

17.03.2013, 15:51 Uhr

Wollt ihr die Leute eräppeln mit diesem Artikeln. 2002 lag der Anteil am Welthandel außerhalb der EU bei 20%. Ja und das ist ein Fortschritt, wenn wir Arbeitslosigkeit und Vermögen ins Ausland transferieren. Natürlich, hatten wir bis 2002 eine ausgeglichene Handelsbilanz. Da konnten die anderen Europäer unsere Billigangebote mit Abwertung ihrer Währung stoppen. Nach Einführung des Euro haben wir uns dann hinter dem Euro versteckt und in der Folge der Agenda 2010 und Hartz IV in Euroland alles mit Lohndumping niederkonkurriert, was nur niederzukonkurrieren war. Der Versuch, den Leuten das Märchen aufzutischen, die wegbrechenden Exporte nach Euroland würden wir nun außerhalb der Eurozone, in Asien, USA etc. kompensieren, ist an Einfalt nicht mehr zu überbieten. Die werden uns nämlich etwas husten und unser Dumpingangebot mit Abwertungen zunichte machen. Den niemand auf der Welt wird sich noch einmal von den Deutschen in so verantwortungsloser Weise über den Tisch ziehen lassen.

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