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12.12.2012

13:24 Uhr

Deutschland

Inflation wieder unter 2,0 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland ist erstmals seit Juli wieder unter 2,0 Prozent gesunken. Der Grund: Die steigenden Energiepreise trieben die Teuerung im November nicht so stark nach oben wie sonst.

Im Oktober und September 2012 hatte die Inflationsrate in Deutschland noch bei jeweils 2,0 Prozent gelegen. dpa

Im Oktober und September 2012 hatte die Inflationsrate in Deutschland noch bei jeweils 2,0 Prozent gelegen.

WiesbadenDie Inflation in Deutschland ist erstmals seit Juli wieder unter die Marke von 2,0 Prozent gesunken. Für November errechnete das Statistische Bundesamt eine Jahresrate von 1,9 Prozent. Binnen Monatsfrist schwächte sich das Preisniveau auf Verbraucherebene leicht um 0,1 Prozent ab. Die Wiesbadener Behörde bestätigte am Mittwoch vorläufige Zahlen von Ende November.

Für Heizöl, Strom, Gas und Kraftstoffe mussten Verbraucher zwar auch im November deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. Doch mit einem Plus von insgesamt 3,8 Prozent heizten die Energiepreise die Teuerung im November deutlich geringer an als in den Vormonaten.

Die Teuerung werde zunehmend von den Preisen für Nahrungsmittel bestimmt, erklärten die Statistiker. Diese erhöhten sich im Vergleich zum November 2011 um 4,2 Prozent. Besonders die Preise für Obst (plus 10,5 Prozent), Gemüse (plus 6,9) und Fleisch (plus 6,1 Prozent) zogen an.

Im Oktober und September 2012 hatte die Inflationsrate in Deutschland noch bei jeweils 2,0 Prozent gelegen. Im August waren es 2,1 Prozent, im Juli 1,7 Prozent. Ökonomen befürchten, dass die weit geöffneten Geldschleusen der Europäischen Zentralbank (EZB) mittelfristig die Teuerung anheizen wird.

Eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent strebt die EZB als stabiles Preisniveau an. Für den Euroraum gehen die Währungshüter davon aus, dass die Teuerung nach 2,5 Prozent im laufenden Jahr 2013 unter die Zielmarke von 2,0 Prozent sinken wird: auf 1,6 Prozent (Spanne: 1,1 bis 2,1 Prozent).

Von

dpa

Kommentare (10)

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Micha

12.12.2012, 13:46 Uhr

Und wieder grüßt das Murmeltier mit statistischen Meisterleistungen für staatlich gewollte Beruhigungspillen. Das Volk soll und darf nicht erfahren, daß über die reale Inflation das Volk enteignet wird!

Account gelöscht!

12.12.2012, 13:56 Uhr

Ich habe mich schon gewundert, weil sich ja nichts verteuert: Öl, Gas, Strom, Lebensmittel (hier besonders über Veränderung der Packungsgrößen), ganz zu schweigen von Baukosten.

Joker1

12.12.2012, 14:02 Uhr

Die "Starrechner" der EZB meinen wohl auch alle Anderen
sind blöd nur Sie nicht, gell.
Das uralte Sprichwort: "die Statistik ist eine Hure" denn
sie wird von jedem gebraucht, beschreibt diese Berechnungen
richtig.

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