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11.08.2011

11:09 Uhr

DIHK

Börsen-Crash ohne dramatische Folgen für Firmen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sieht keine dramatischen Folgen der weltweiten Börsenturbulenzen für die deutsche Realwirtschaft. Stattdessen erwartet man dort eine leichte Erholung bis zum Wochenende.

Martin Wansleben: Der DIHK-Chef glaubt, dass die Börsen im Augenblick „nach unten hin übertreiben“. Quelle: picture alliance/dpa

Martin Wansleben: Der DIHK-Chef glaubt, dass die Börsen im Augenblick „nach unten hin übertreiben“.

BerlinDie Unternehmen seien „wirklich weltweit spitzenmäßig aufgestellt“ und man gehe „relativ kraftvoll“ in die derzeitige Situation, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass das, was im Moment an den Börsen geschehe, wirklich unmittelbaren Einfluss auf die Weltkonjunktur habe.  

Er habe den Eindruck, dass die Börsen im Augenblick „nach unten hin übertreiben“, betonte Wansleben nach Angaben des Senders. „Im Laufe der Woche erwarten wir eher, dass sich dieser Abfall abbremst und dass es möglicherweise zu einer leichten Konsolidierung kommt.“ Der deutsche Aktienleitindex Dax, der am Mittwoch erneut fünf Prozent verloren hatte, startete am Donnerstag zunächst mit plus 2,7 Prozent in den Handel.  

Wansleben bekräftigte, dass der Aufschwung künftig an Fahrt verlieren werde. Man wisse seit Monaten, „dass ein Wachstum, wie wir es in Deutschland haben - von 3,5 Prozent - jetzt nicht zu dem gehört, was man in Zukunft als normal bezeichnen darf“, sagte er. „Wir gehen davon aus, dass wir in der Herbstumfrage sagen werden, dass die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts Deutschlands für das Jahr 2012 niedriger ist als 3,5 Prozent, (…) also dass sich die Zuwachsraten normalisieren werden.“

Die meisten Volkswirte sagen für 2012 ein Wachstum von rund zwei Prozent voraus. Wegen der jüngsten Börsen-Einbrüche und der Sorge um eine schwache US-Wirtschaft haben viele Forscher nun aber eine Senkung ihrer Prognose in Aussicht gestellt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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no.7

11.08.2011, 11:57 Uhr

Immer dieselben sprüche. wenn die Unternehmen so "spitzenmäßig" aufgestellt sind, warum hat dann der Staat in 2009 ein zigmilliarden-sponsoring der konjunktur gemacht ? es sagt ja niemand daß deutsche Produkte schlecht sind, aber wenn die bestellungen ausbleiben, dann macht wansleben gar nichts daran und das ganze überhebliche Gerede ist dann obsolet. Nun glaubt wansleben, es werde "ordentliches" wachstum in 2012 geben, negative einflüsse auf die Weltkonjunktur sieht er nicht. anzuraten wäre hier, die Nachrichten zur Kenntnis zu nehmen, denn die weltweiten Einkaufsmanager-Indizes sprechen eine deutliche sprache. Wie sich der börsencrash auf die bestellungen auswirkt, bleibt abzuwarten, woher will er das heute wissen. Immerzu will man uns weismachen, die Börse sei hysterisch und es gebe eigentlich gar keinen Grund zur besorgnis. Ich glaub aber nach den erfahrungen aus 2008 nicht dran. damals brummte es auch überall, und urplötzlich hatte es sich ausgebrummt. warten wir es einmal ab.

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