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02.01.2004

13:19 Uhr

Konjunktur

DIW: Arbeitsmarkt entspannt sich erst Ende 2005

Die Zahl der Arbeitslosen werde erst Ende des Jahres 2005 unter die Marke von vier Millionen senken, erwartet der des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann.

HB HAMBURG. Im gerade begonnenen Jahr werde es trotz der anziehenden Konjunktur höchstens zu einem leichten Abbau der Arbeitslosigkeit kommen, sagte Zimmermann weiter der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Freitag. Im November waren mehr als 4,18 Mill. Menschen ohne Arbeit, was einer Arbeitslosenquote von 10 % entspricht.

Für einen deutlichen Anstieg der Beschäftigung sei ein Wirtschaftswachstum von mindestens zwei Prozent notwendig, sagte Zimmermann. Für dieses Jahr erwartet der DIW nicht mehr als 1,5 % Wachstum. Die Bundesregierung geht laut bisherigen Prognosen noch von bis zu zwei Prozent aus.

Etwas Bewegung sei bei der so genannten geringfügigen Beschäftigung, den neuen 400-Euro-Jobs, zu erwarten, sagte Zimmermann. Dadurch kämen aber nicht die typischen Arbeislosen zu Jobs, sondern vielmehr Hausfrauen, Schüler, Studenten, Zweitverdiener. Auch die Hartz-Gesetze könnten einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt nicht einleiten: „Mehr Menschen kann man nur in Arbeit vermitteln, wenn mehr Jobs da sind und die Wirtschaft brummt.“ Die Bewegung bei fälligen Reformen bezeichnete Zimmermann als sehr langsam. „Der große Wurf etwa in der Steuerpolitik ist noch nicht getan, um die Lähmung zu beenden."

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