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13.04.2015

08:40 Uhr

DIW-Chef

Riesige Investitionslücke in Deutschland

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht in Deutschland eine Investitionslücke von 100 Millionen Euro – jährlich. Vor allem der Verkehrsbereich ist unterfinanziert.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. dpa

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

BerlinDer Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat für Deutschland eine riesige Investitionslücke ausgemacht. Jährlich würden 100 Milliarden Euro zu wenig investiert, sagte Marcel Fratzscher der „Bild“. Allein im Verkehrsbereich fehlten zehn Milliarden Euro. „Damit setzt die Regierung unseren Wohlstand aufs Spiel.“ Staat und Privatwirtschaft müssten mehr Geld in marode Brücken, Straßen und Schulen investieren.

Eine von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesetzte Expertenkommission unter Führung Fratzschers legt am Montagmorgen in Berlin ihren Abschlussbericht über Wege vor, wie mehr Investitionen in Deutschland ermöglicht werden sollen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters vorab erfuhr, soll es auf Bundesebene eine Festlegung geben, unerwartete Haushaltsüberschüsse vorrangig für öffentliche Investitionen zu verwenden, vor allem im Bereich Infrastruktur. Zudem soll mehr privates Geld für die Finanzierung gewonnen werden.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Paul Rimmele

13.04.2015, 10:04 Uhr

Investitionen in Infrastruktur (neben Straßen, Schienen, Wasserstraßen) insbesondere
Stromleistungen, Stromspeicher für die erneuerbaren Energien usw. Dann Investitionen in
Bildung und Forschung und zwar nicht zu knapp!
Ein neues Steuersystem, das Investionen in Arbeitsplätze und neue Technologien IN DEUTSCHLAND fördert, ist überfällig!
Im Gegenzug müssen die Kosten für den überzogenen Beamtenapparat in Berlin und Brüssel
massiv zurückgefahren werden.

Herr Roland Müller

13.04.2015, 11:28 Uhr

Die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur ist unterfinanziert. 

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Peter Noack

13.04.2015, 12:29 Uhr

Jährlich werden in Deutschland 100 Milliarder Euro zu wenig investiert, meint das SPD nahe DIW . Komisch, dass die wutsche Wirtschaft davon noch nichts mitgekriegt hat, Ach ja, diese 100 Milliarden soll der Staat jährlich mehr investieren, oder? Was kriegt man denn so alles für 100 Milliarden? Sämtliche deutsche Autobahnen bekommt man bei 10 Mio. Euro pro Kilometer für 120 Milliarden. Soll man also 10.000 km Autobahn im Jahr bauen als Staat? Man könnte für die gleiche Summe jährlich eine Miollion Wohnungen für jeweils 100.000 Euro neu bauen. Das sind fast Viermal so viele wie 2015. Das gesamte Schienennetz auf ICE Tempo kostet zum Neupreis 300 Milliarden. Allein die deutcshe Wirtschaft investiert über 500 Milliarden Euro nur aus Abschreibungen von Altanlagen. Spielen die gar keine Rolle? Abschreibungen gibt es auf steuerfinanzierte Infrastrukturprojekte allerdings nicht, weil die durchdinanziiert sind und sich nicht mehr abschreiben. Die Vorstellung, man könnte in D noch jährlich weitere 100 Milliarden investieren hat keine Grundlage, weil man dazu eine weitere Million Produktionsbeschäftigte braucht, die pro Kopf 100.000 Euro Umsatz leisten. Das ist deutscher Durchschnitt. Die Zus#tzlichen 100 Milliarden bringen bei 45 Prozent Staatsquote 45 Milliarden mehr Steuern und Sozialabgaben. Das DIW mit seinem Präsidenten erzählen Quatsch. Wer berichtet diesen Quatsch? Ein Boulevardblatt. Das überzeugt nun auch den letzten Ökonomen und die Politiker auch?

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