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29.06.2011

10:31 Uhr

DIW-Prognose

Bauflaute könnte deutsche Wirtschaft bremsen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht von einem Wachstum von nur 0,4 Prozent im zweiten Quartal aus. Schuld sei vor allem die nachlassende Bautätigkeit. Ein Ende des Aufschwungs sei das aber nicht.

Neubau in Berlin-Mitte Quelle: dpa

Neubau in Berlin-Mitte

BerlinNach dem rasanten Jahresauftakt droht der deutschen Wirtschaft eine Wachstumsdelle: Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im zweiten Quartal „allenfalls um 0,4 Prozent“ zulegen. Ein schlechteres Ergebnis hat es zuletzt Anfang 2009 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise gegeben.

„Auch wenn die Stimmung in den Unternehmen weiter positiv bleibt: Die letzten „harten Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung deuten auf eine spürbare Abschwächung des Wachstums hin“, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbarometer. Im ersten Quartal hatte die Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent zugelegt.

Bremsen wird demnach vor allem die Bauwirtschaft, die zum Jahresauftakt noch zweistellig zulegen konnte, weil die im November und Dezember liegen gebliebenen Arbeiten rasch aufgeholt wurden. „Schon im April ist die Bautätigkeit deutlich zurückgegangen“, sagte DIW-Experte Simon Junker. „Auch die Umsätze im Groß- und Einzelhandel sowie im Gastgewerbe waren zuletzt etwas niedriger.“ Lediglich die Industrieproduktion haben noch zulegen können, wenn auch langsamer als zuvor.

Das DIW geht aber nur vor einem vorübergehenden Dämpfer aus. „Die anziehende Beschäftigung und steigende Löhne werden den Konsum in den nächsten Quartalen voraussichtlich mehr und mehr anschieben“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Das Umfeld für Investitionen bleibe zudem ausgesprochen günstig. „Die kräftige Aufwärtsbewegung in der Industrie ist noch nicht vorbei“, sagte Fichtner.

Von

rtr

Kommentare (1)

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no.7

29.06.2011, 13:13 Uhr

warum nur plus 0,4%, wo doch angeblich eine Rekordstimmung bei den "Entscheidern" herrscht ? Die Stimmung ist wohl besser als die Lage, und die Lage wird sich verschlechtern. Die "kräftige aufwärtsbewegung bei der Industrie", die noch nicht zuende sei, wird aber bald zuende gehen und ab dem 4.quartal ins minus gehen. ohne weltweite neue schuldenmacherei wird der deutsche export dauerhaft zurückgehen. und neue schuldenpartys, das wird sich kein staat mehr erlauben, wenn er nicht bankrott gehen will.

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