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28.11.2012

10:35 Uhr

DIW-Prognose

„Deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle“

Im aktuellen Quartal wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht des DIW stagnieren. Als Hauptgrund wird eine Nachfrageschwäche genannt. Im Laufe des kommenden Jahres erwarten die Forscher aber eine Erholung.

„Die deutsche Wirtschaft leidet zur Zeit ziemlich unter der Nachfrageschwäche aus dem Euroraum und dem Rest der Welt“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. dpa

„Die deutsche Wirtschaft leidet zur Zeit ziemlich unter der Nachfrageschwäche aus dem Euroraum und dem Rest der Welt“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Berlin Die deutsche Wirtschaft tritt nach Prognose des DIW auf der Stelle. Im laufenden vierten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt stagnieren, sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin voraus. In den drei vorangegangenen Quartalen war es noch gewachsen, zuletzt aber nur noch um 0,2 Prozent. "Die deutsche Wirtschaft leidet zur Zeit ziemlich unter der Nachfrageschwäche aus dem Euroraum und dem Rest der Welt", sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Deswegen halten sich die Unternehmen in Deutschland auch mit Investitionen zurück, das belastet die Wirtschaft zusätzlich."

Die Industriestaaten-Organisation OECD rechnet sogar mit einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung am Jahresende, dem sich eine Stagnation Anfang 2013 anschließen soll. Deutschland würde damit haarscharf an einer Rezession vorbeischrammen, von der Fachleute bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen.

Auf dem Arbeitsmarkt wird die Schwächephase nach Einschätzung des DIW ihre Spuren hinterlassen. Die Beschäftigung werde vorübergehend sinken, die Arbeitslosigkeit leicht steigen. "Der Großteil der Nachfrageschwäche wird aber durch reduzierte Arbeitszeiten ausgeglichen, nicht durch Entlassungen", sagte DIW-Experte Simon Junker. "Deswegen bleibt die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt insgesamt gut." Zusammen mit merklichen Lohnzuwächsen dürfte das den Konsum stützen.

Im Laufe des kommenden Jahres erwarten die Forscher eine Erholung. "Bereits jetzt zeichnet sich in den großen Schwellenländern wie China eine Beschleunigung ab", sagte Fichtner. "Wenn deshalb die Nachfrage nach deutschen Exporten demnächst wieder anzieht, werden die Unternehmen auch wieder investieren - die Finanzierungsbedingungen sind außerordentlich günstig."

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.11.2012, 12:01 Uhr

Irre. Da tritt die deutsche Wirtschaft doch tatsächlich bei Rekordumsätzen ( und Gewinnen) auf der Stelle. Eine Rekordstelle....die Meldungen werden wirklich immer blöder.

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