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27.12.2011

09:45 Uhr

Drittes Quartal

Öffentliche Schulden erreichen Rekordhoch

Bund, Länder und Kommunen haben mehr Schulden als jemals zuvor angehäuft. Der größter Schuldenmacher: der Bund. Für das zweite Quartal korrigierte das Statistische Bundesamt das Schuldenergebnis allerdings nach unten.

Rekordhoch für öffentlichen Schulden: Im dritten Quartal 2011 stiegen sie auf 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro. dpa

Rekordhoch für öffentlichen Schulden: Im dritten Quartal 2011 stiegen sie auf 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro.

WiesbadenDie öffentlichen Schulden in Deutschland sind im dritten Quartal dieses Jahres auf die Rekordsumme von 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 10,4 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent mehr als am Ende des zweiten Quartals 2011 und die höchste Summe seit Bestehen der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Am stärksten stand am Ende des dritten Quartals der Bund mit fast 1,289 Billionen Euro in der Kreide. Das war im Vergleich zum zweiten Quartal ein Plus von 0,4 Prozent oder 5,8 Milliarden Euro. Die Länder waren mit 610,0 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einer Zunahme um 0,7 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro. Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg um 0,3 Prozent oder 400 Millionen Euro auf 128,7 Milliarden Euro.

Bei ihren neuen Berechnungen haben die Statistiker das bislang von ihnen veröffentlichte Schuldenergebnis für das zweite Quartal 2011 auf rund 2 Billionen und 17 Milliarden Euro korrigiert. Ende Oktober war eine Bilanzierungspanne bei der Bad Bank der Hypo Real Estate bekanntgeworden. Das FMS-Wertmanagement hatte zum 30. Juni rund 55 Milliarden Euro Schulden zu viel gemeldet. Die Statistik bildet die Schulden der Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern sowie Gemeinden und Gemeindeverbänden ab und umfasst auch die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der gesetzlichen Sozialversicherung sind nicht enthalten. Zum Teil werden aber Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einbezogen, wie zum Beispiel den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Koernerstulle

27.12.2011, 10:41 Uhr

Aber das macht doch nix. Der Michel ist so blöd und meint, das sei gut so. Denn irgendwo muss die Kohle ja herkommen!
Und der Euro ist auch klasse - vor allem, weil wir so viele Schulden der anderen zu bezahlen haben. Aber schließlich haben wir am meisten profitiert, und unsere Wirtschaft fährt die anderen Euroländer an die Wand. Deshalb müsst Ihr doppelt bezahlen. Das "europäische Projekt" will es so: Deutschland zahlt, bis es ausgeblutet ist. Und der doofe Michel ist eben zu doof, genau das zu kapieren! Selbst schuld! Dann muss er eben zahlen, bis der schwarz wird. Hoffentlich nicht braun!

Thomas-Melber-Stuttgart

27.12.2011, 11:03 Uhr

Stand hier nicht neulich zu lesen, die Steuereinnahmen seien so hoch wie schon seit langem nicht mehr?

Account gelöscht!

27.12.2011, 11:15 Uhr

Die höchsten Einnahmen nutzen aber nichts, wenn hinten dran gleich ein Politiker steht, der das Geld für XY ausgeben will.
-> Es geht nur übers Sparen. Einnahmenerhöhungen wecken nur Traumschloßwünsche

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