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14.06.2017

11:31 Uhr

Druck auf EZB sinkt

Deutsche Inflationsrate fällt auf 1,5 Prozent

Die Inflationsrate liegt auf dem niedrigsten Stand seit sechs Monaten – bei 1,5 Prozent. Grund dafür ist die zurückgehende Teuerung von Energieprodukten. In den Vormonaten lag der Anstieg hier noch bei 5,1 Prozent.

Im Mai kosteten Energieprodukte nur noch 2,0 Prozent mehr als im Mai 2016. dpa

Benzin

Im Mai kosteten Energieprodukte nur noch 2,0 Prozent mehr als im Mai 2016.

BerlinDie Entwicklung der Energiepreise hat die Inflationsrate in Deutschland im Mai auf den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr gedrückt. Die Jahresteuerungsrate lag bei 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt an Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit vorläufige Angaben. Einen geringeren Preisauftrieb hatte es zuletzt im November 2016 mit 0,8 Prozent gegeben. Im Ferienmonat April hatte die Rate noch bei 2,0 Prozent gelegen.

Energie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,0 Prozent, im April und März waren es jeweils noch 5,1 Prozent. „Der Einfluss der Energiepreisentwicklung auf die Inflationsrate hat sich deutlich abgeschwächt“, erklärte die Behörde. Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher vor allem für leichtes Heizöl (plus 11,7 Prozent) und Sprit (plus 4,4 Prozent). Gas wurde hingegen 3,4 Prozent billiger.

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Nahrungsmittel wurden 2,4 Prozent teurer. Der Preisauftrieb habe sich damit verstärkt, erläuterten die Statistiker. Deutlich mehr als im Vorjahr mussten Verbraucher für Speisefette und Speiseöle (plus 19,5 Prozent) sowie Molkereiprodukte (plus 10,5 Prozent) zahlen. Fisch und Fischwaren sowie Fleisch und Fleischwaren kosteten ebenfalls mehr als im Mai 2016.

Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im Mai um 0,2 Prozent.

Auch im Euroraum hatte sich der Preisauftrieb im Mai abgeschwächt. Die Verbraucherpreise lagen nach ersten Zahlen des Statistikamts Eurostat 1,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Rate von knapp unter zwei Prozent an, bei der sie Preisstabilität gewahrt sieht. Um das Ziel zu erreichen, versuchen die Währungshüter mit viel billigem Geld nachzuhelfen.

Weil die Konjunktur im Euroraum robust wächst, gab die Notenbank vergangene Woche erstmals Hinweise auf einen Einstieg in den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. An baldiger Anstieg der Zinsen gilt allerdings als unwahrscheinlich.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Josef Hirsepp

14.06.2017, 11:40 Uhr

INFLATION ist ein sehr lkmplexes Gebilde!
Aehnlich Komplexer Zahlen...!

Da gibts eine reale Inflation die sich an sich schon sehr komplex zusammensetzt und eine
Imaginaere Inflation!
Wenn wir diese Statistiken hier genau betrachten, wird jeweils nur der Imaginaere Teil dargestellt!

die Komplexizitaet des Real-teiles wird einfach ignoriert..!

So wird aus der an sich sachlichen und nuechternen Statistik nolens volens eine Luegen- oder fake-News.
So einfach ist das:!

als Hebelwirkung kommt noch hinzu, dass die realen Zinsen sinken, bzw sogar auf Geldvwermoegen Negative Zinsen erhoben warden....und die Kosten rund ums Geld exorbitant steigen.
Ebenso die Kosten fuer Vehikel und Verkehr!

---aehnlich wie beim Wechselstrom bedeutet diese ganze Angabe der Information zur Darstellung der Inflationsrate:

"Gross Kapazitaeten erzeugen groesse Blindleistungen."..

Zu deutsch: die Angaben der Inflationsrate sind Buffalo-Chips.... oder B.S. !

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