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15.04.2015

11:41 Uhr

Durchgängig positive Entwicklung

Bundesregierung erwartet stabiles Wirtschaftswachstum

Nach Prognosen der Bundesregierung soll das BIP im kommenden Jahr um 1,6 Prozent ansteigen – der positive Trend soll sich über Jahre fortsetzen. Auch der Arbeitsmarkt wird laut Bericht profitieren.

Die Zahl der Erwerbstätigen soll laut Prognosen der Bundesregierung bis 2019 auf etwa 43,1 Millionen steigen. dpa

Positive Entwicklung des Arbeitsmarkts

Die Zahl der Erwerbstätigen soll laut Prognosen der Bundesregierung bis 2019 auf etwa 43,1 Millionen steigen.

BerlinDie deutsche Wirtschaft wird nach Erwartung der Bundesregierung im kommenden Jahr ähnlich stark wachsen wie in diesem Jahr. In einem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Bericht für die EU-Kommission wird 2016 mit einem BIP-Plus von 1,6 Prozent nach 1,5 Prozent in diesem Jahr gerechnet. Auch in den Folgejahren erwartet die Regierung demnach ein solides Wirtschaftswachstum und eine durchgängig positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. So dürfte die Zahl der Erwerbstätigen bis 2019 auf etwa 43,1 Millionen von 42,8 Millionen Personen in diesem Jahr steigen.

Als Folge der guten Konjunktur erwartet die Bundesregierung eine schnellere Sanierung der Staatsfinanzen. Bereits 2016 und damit ein Jahr früher als bisher geplant soll der Schuldenstand aller öffentlichen Kassen unter die Marke von 70 Prozent des BIP fallen. Ende 2014 lag die Schuldenstandsquote noch bei 74,7 Prozent des BIP. Spätestens bis 2023 soll sie unter die EU-Grenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) fallen.

Die Gewinner der Weltwirtschaft

Volkswirtschaft 2050

Welche Staaten werden in 35 Jahren noch zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt gehören? Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) veröffentliche in ihrer Studie „The World in 2050“ unter anderem eine Top Ten der Volkswirtschaften. Für die Prognose gehen die PwC-Volkswirtschaftler von einem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft von rund drei Prozent pro Jahr aus. Die Gewinner der Volkswirtschaften:

Quellen: dpa/ots

Nigeria

2014: 1,058 ; 2030: 2,566; 2050: 7,345 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Erstaunlich optimistisch bewerten die Volkswirtschaftler die Aussichten unter anderem Krisenstaaten in Afrika. So werde Nigeria bis 2050 Deutschland überholen und auf Platz neun der stärksten Volkswirtschaften klettern. Nigeria, Vietnam und die Philippinen werden demnach mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Prozent Wachstum die dynamischsten Wachstumsregionen der Welt sein.

Mexiko

2014: 2,143 ; 2030: 3,985 ; 2050: 8,014 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Mexikos Wirtschaft ist derzeit im Wandel. 2020 wird das Land auf Platz neun klettern und 2050 Frankreich aus der Spitzengruppe verdrängen.

Indonesien

2014: 2,554 ; 2030: 5,486 ; 2050: 12,210 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Indonesien dürfte bis 2050 von dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung profitieren. 2030 wird die indonesische Wirtschaftsleistung doppelt so groß sein und schafft es 2050 laut der Studie auf Rang vier.

Brasilien

2014: 3,073 ; 2030: 4,996 ; 2050: 9,154 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Brasiliens Wirtschaft wächst in den kommenden Jahren noch mehr. 2030 klettert das Land auf Rang sechs und bleibt auch 2050 in der Top Ten (Platz fünf).

Indien

2014: 7,277 ; 2030: 17,138 ; 2050: 42,205 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Schon heute ist Indien als drittstärkste Volkswirtschaft etwa 50 Prozent leistungsstärker als das viertplatzierte Japan. Mit dauerhaft hohen Wachstumsraten und einer jungen Bevölkerung wird Indien bis 2050 zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Die Wirtschaftsleistung soll dann fast zweieinhalbmal so stark sein wie die Indonesiens.

Der zuvor massive Anstieg der Staatsverschuldung auf gut zwei Billionen Euro hatte insbesondere mit der Finanzkrise von 2008 und 2009 zu tun, als Deutschland Milliardensummen für die Bankenrettung einsetzte. Auch der deutsche Anteil an den Hilfen für Euro-Krisenländer hat Einfluss auf die Staatsverschuldung.

Aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums sieht sich die deutsche Wirtschaft allerdings auch mit zahlreichen Risiken konfrontiert. Dazu zählten die Schuldenkrise in Griechenland, der Russland-Ukraine-Konflikt sowie die angespannte Situation im Nahen Osten. Grund zum Pessimismus sieht das Ministerium in seinem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht aber nicht. „Insgesamt sprechen die Konjunkturindikatoren dafür, dass sich der Aufschwung in einem moderaten Tempo fortsetzen wird“, heißt es in seiner Analyse.

Von

rtr

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